Berg
1860Über Felsen, windumflattert, Klimm ich hoch hinan zum Freien; Droben will ich mich entladen Dieser Qual, im Sturme baden, Neugeboren meine Seele weihen.
Berg, vor deinem Riesenantlitz Kann mein Kleinmut nicht bestehen. Sturm, im Brausen deiner Kraft, Die den Forst zusammenrafft, Muß mein Seufzer wie ein Staub verwehen.
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Interpretation
Das Gedicht "Berg" von Bruno Wille thematisiert die Suche nach Freiheit und Erneuerung in der Natur, insbesondere auf einem Berg. Der Sprecher strebt danach, über Felsen und im Wind nach oben zu klettern, um sich von einer inneren Qual zu befreien und im Sturm zu baden. Der Berg wird als Ort der Befreiung und Reinigung der Seele dargestellt. Der zweite Teil des Gedichts zeigt die überwältigende Wirkung der Natur auf den Sprecher. Vor dem gewaltigen Antlitz des Berges verblasst seine eigene Kleinmut. Die Kraft des Sturms, der den Wald zusammenrafft, lässt seine Seufzer wie Staub verwehen. Die Natur wird als etwas Mächtiges dargestellt, das den Menschen in den Schatten stellt und seine Sorgen und Ängste trivial erscheinen lässt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine romantische Vorstellung von der Natur als Ort der Erneuerung und Befreiung. Der Sprecher sucht Zuflucht vor seinen inneren Konflikten in der überwältigenden Kraft der Natur. Der Berg und der Sturm werden als Symbole für die Überwindung von Schwäche und die Suche nach einem Neuanfang verwendet.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Droben will ich mich entladen
- Bildsprache
- Neugeboren meine Seele weihen
- Hyperbel
- Diese Qual, im Sturme baden
- Kontrast
- Über Felsen, windumflattert, / Klimm ich hoch hinan zum Freien
- Metapher
- Berg, vor deinem Riesenantlitz
- Personifikation
- Sturm, im Brausen deiner Kraft
- Symbolik
- Berg als Symbol für Herausforderung