Berg und Burgen schaun herunter

Heinrich Heine

1840

Berg und Burgen schaun herunter In den spiegelhellen Rhein, Und mein Schiffchen segelt munter, Rings umglänzt von Sonnenschein.

Ruhig seh ich zu dem Spiele Goldner Wellen, kraus bewegt; Still erwachen die Gefühle, Die ich tief im Busen hegt.

Freundlich grüßend und verheißend Lockt hinab des Stromes Pracht; Doch ich kenn ihn, oben gleißend, Birgt sein Innres Tod und Nacht.

Oben Lust, im Busen Tücken, Strom, du bist der Liebsten Bild! Die kann auch so freundlich nicken, Lächelt auch so fromm und mild.

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Interpretation

Das Gedicht "Berg und Burgen schaun herunter" von Heinrich Heine beschreibt eine Reise auf dem Rhein, bei der der Sprecher die Schönheit der Landschaft und des Wassers genießt. Die erste Strophe schildert die idyllische Szene mit Bergen, Burgen und einem Schiff, das von Sonnenlicht umgeben ist. In der zweiten Strophe reflektiert der Sprecher über die beruhigende Wirkung des Anblicks der goldenen, bewegten Wellen. Diese Ruhe weckt tiefe Gefühle in ihm, die er zuvor im Herzen verborgen hielt. Die dritte Strophe führt eine ambivalente Stimmung ein. Während der Fluss mit seiner Pracht freundlich und verheißungsvoll wirkt, kennt der Sprecher seine dunkle Seite. Oben glänzend, birgt der Strom im Inneren Tod und Nacht. In der vierten Strophe zieht der Sprecher eine Parallele zwischen dem Strom und der Geliebten. Beide können freundlich nicken und fromm lächeln, doch im Inneren lauern Tücken und Unberechenbarkeit.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Alliteration
Freundlich grüßend und verheißend
Bildsprache
Goldner Wellen, kraus bewegt
Kontrast
Oben Lust, im Busen Tücken
Metapher
Rings umglänzt von Sonnenschein
Personifikation
Berg und Burgen schaun herunter
Symbolik
Strom, du bist der Liebsten Bild