Bekenntniß
unknownGlauben möcht ich, daß die Liebe, Die für dich mein Herz durchglüht, Aus den Rosen deiner Wangen Mir als Gegenliebe blüht. Bange möcht ich hoffen können Auf ein einzig leises Wort, Rosig deinem Mund entblühend, Wie im Thal die Rose dort. Im Entzücken dieses Glaubens Und in dieses Hoffens Lust Endete mein ganzes Sehnen An den Schätzen deiner Brust. Lieben möcht ich so dich dürfen, Wie es mir ins Herz geschrieben, — Es dir einmal sagen können, Was mein Glauben, Hoffen, Lieben!
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Interpretation
Das Gedicht "Bekenntniß" von Hermann Rollett handelt von der tiefen Sehnsucht und Hoffnung eines lyrischen Ichs nach erwideter Liebe. Der Sprecher sehnt sich danach, dass die Liebe, die sein Herz für die geliebte Person entflammt, auch von ihr erwidert wird. Er imaginiert, dass die Rosen auf ihren Wangen als Zeichen ihrer Gegenliebe erblühen, und hofft auf ein einziges leises Wort, das wie eine Rose im Tal aus ihrem Mund entspringt. Die Sehnsucht und Hoffnung des Sprechers sind so stark, dass er sich vorstellen kann, dass sein ganzes Sehnen in den Schätzen ihrer Brust endet. Das Gedicht vermittelt die Intensität der Gefühle des lyrischen Ichs und seinen Wunsch nach einer erwiderten Liebe. Die Verwendung von Naturbildern wie Rosen und Tälern verstärkt die romantische Stimmung des Gedichts. Der Sprecher sehnt sich danach, die geliebte Person so sehr lieben zu dürfen, wie es ihm sein Herz vorgibt, und ihr schließlich seine Gefühle von Glauben, Hoffnung und Liebe gestehen zu können. Das Gedicht endet mit der Frage, ob er jemals die Gelegenheit haben wird, seine Gefühle auszudrücken und ob seine Hoffnungen und Träume jemals in Erfüllung gehen werden.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Die Wiederholung von 'möcht ich' am Anfang der Zeilen 1, 3 und 7 betont die Sehnsucht und das Verlangen des Sprechers.
- Hyperbel
- Die Aussage 'Endete mein ganzes Sehnen an den Schätzen deiner Brust' übertreibt die Intensität der Sehnsucht.
- Metapher
- Die Liebe wird als etwas beschrieben, das 'aus den Rosen deiner Wangen' blüht, was eine metaphorische Verbindung zwischen Liebe und Blumen herstellt.
- Personifikation
- Die Liebe wird als etwas beschrieben, das 'mein Herz durchglüht', was ihr menschliche Eigenschaften zuschreibt.
- Vergleich
- Die Hoffnung wird mit der Rose im Tal verglichen, die 'rosig deinem Mund entblühend' ist.