Beim Abschied
1806Ich müh´mich ab und kann´s nicht verschmerzen Und kann´s nicht verwinden in meinem Herzen, Daß ich den und jenen soll sehen, Im Kreis um mich herum sich drehen, Der mich nicht machte froh noch trübe, Ob er nun ging oder bliebe, Und nur die Eine soll von mir wandern, Für die ertragen all die andern.
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Interpretation
Das Gedicht "Beim Abschied" von Friedrich Halm handelt von der emotionalen Verwirrung und dem Schmerz, der mit dem Abschied von einer geliebten Person einhergeht. Der Sprecher ringt damit, dass er sich von jemandem trennen muss, der ihm besonders wichtig ist, während andere Personen, die für ihn keine besondere Rolle spielen, bleiben dürfen. Diese ungleiche Behandlung empfindet er als ungerecht und schwer zu ertragen. Der Sprecher drückt seine innere Zerrissenheit aus, indem er betont, dass er sich abmüht und es nicht verschmerzen kann, dass er die eine Person, die ihm wirklich am Herzen liegt, ziehen lassen muss. Die anderen Personen, die ihn weder froh noch trübe gestimmt haben, bleiben in seiner Nähe, während die Einzige, für die er alle anderen ertragen hat, gehen muss. Diese Ungleichheit verursacht ihm großen emotionalen Schmerz. Das Gedicht verdeutlicht die Intensität der Gefühle, die mit Abschieden verbunden sein können. Es zeigt, wie schwer es sein kann, sich von jemandem zu trennen, der einem besonders wichtig ist, während andere Personen, die keine besondere Rolle spielen, bleiben dürfen. Der Sprecher ringt mit dieser ungerechten Situation und drückt seinen Schmerz und seine Verzweiflung aus.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Und kann´s nicht verwinden in meinem Herzen, Daß ich den und jenen soll sehen
- Enjambement
- Daß ich den und jenen soll sehen, Im Kreis um mich herum sich drehen
- Hyperbel
- Ich müh´mich ab und kann´s nicht verschmerzen
- Kontrast
- Der mich nicht machte froh noch trübe
- Metapher
- Im Kreis um mich herum sich drehen
- Parallelismus
- Ob er nun ging oder blieb