Barbillchen, die Zukker-dokke

Kaspar Stieler

1660

Du süßbeliebtes Honig-kind, Barbillchen, Labnüß meiner Seelen, der Indiens süsse Zukker-hölen an Anmuht nicht zugleichen sind. Ich wil es, daß es alle wissen, warum ich dich so offt muß küssen.

Der Zukker-trozz, der Nektar-Wein, der in den göldnen Demant-schaalen springt bey der Götter Feyermahlen macht, daß sie ewig trunken sein, weil deß Geschmakks, des Zukker-süssen sie nimmer mögen satt geniessen.

Dein unverglichner Labsal-Mund ist solch′ ein Nektar meinem Herzen, für meiner Liebe Wermuht Schmerzen. Was auß Hymettens bunten Grund′ am Morgen die bemühte Biene äzzt ab, ist deiner Jugend grüne.

Süß ist der göldnen Haare Band, süß deiner Stirne rund umfangen, süß die Zinober-rote Wangen, süß deiner Augen heller Brand. Dem Lippen-tau, dem Zukker-reichen muß süsser Alakant auch weichen.

Dein Atem süsser, denn Kaneel, süß deines Halses schmale Länge, süß deiner Brüste Perl-gepränge, süß ihr′ Inwohnerinn, die Seel. Süß deine Rede, süß dein Lachen, dein Schlaffen, süsser, ach! dein wachen.

Süß deine Kleider, süß dein Rokk das Fuppchen drein ist süß darneben, da weist, was du mir drauß gegeben. Barillchen, süsse Zukker-dokk′ Ich schmekke dünkt mich, noch die Gaben, die auch die Todten können laben.

Das süsseste, so an dir ist, muß ich, ungerne zwar, verschweigen, doch kan es über alles steigen, was je die Sterblichen versüßt. Die Süsse, so es von sich giebet macht Leib und Geist zugleich verliebet.

Man sagt wol, daß was süssers nicht sey, als der sanffte Schlaaff zufinden? das kan ich leicht daher entgründen: als neulich uns verschwand das Licht, war mir das wachen also süsse, daß ich den Schlaaff drum fahren liesse.

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Illustration zu Barbillchen, die Zukker-dokke

Interpretation

Das Gedicht "Barbillchen, die Zukker-dokke" von Kaspar Stieler ist eine Liebeserklärung an eine Frau namens Barbillchen, die der Dichter als süß und begehrenswert beschreibt. Er vergleicht sie mit Honig und Zucker, was ihre Anziehungskraft und ihren Charme symbolisiert. Die Sprache des Gedichts ist voller süßer und sinnlicher Bilder, die die Schönheit und Anziehungskraft der Frau betonen. Im ersten Teil des Gedichts beschreibt der Dichter die Schönheit von Barbillchen und wie sie ihn verzaubert. Er vergleicht sie mit Honig und Zucker, was ihre Anziehungskraft und ihren Charme symbolisiert. Die Sprache des Gedichts ist voller süßer und sinnlicher Bilder, die die Schönheit und Anziehungskraft der Frau betonen. Im zweiten Teil des Gedichts geht der Dichter noch weiter und beschreibt die sinnlichen Aspekte von Barbillchen. Er vergleicht ihren Mund mit Nektar, was ihre sinnliche Anziehungskraft und ihre Fähigkeit, ihn zu verführen, symbolisiert. Der Dichter beschreibt auch ihre Haare, ihre Stirn, ihre Wangen, ihre Augen, ihren Atem, ihren Hals, ihre Brüste und ihre Seele als süß und begehrenswert. Die Sprache des Gedichts ist voller sinnlicher Bilder, die die Schönheit und Anziehungskraft der Frau betonen. Im dritten Teil des Gedichts beschreibt der Dichter die Kleidung von Barbillchen und wie sie ihn verzaubert. Er vergleicht ihre Kleider und ihren Rock mit Süße, was ihre Anziehungskraft und ihren Charme symbolisiert. Die Sprache des Gedichts ist voller süßer und sinnlicher Bilder, die die Schönheit und Anziehungskraft der Frau betonen. Insgesamt ist das Gedicht eine Liebeserklärung an eine Frau namens Barbillchen, die der Dichter als süß und begehrenswert beschreibt. Die Sprache des Gedichts ist voller süßer und sinnlicher Bilder, die die Schönheit und Anziehungskraft der Frau betonen.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
süß deiner Stirne rund umfangen
Hyperbel
als neulich uns verschwand das Licht, war mir das wachen also süsse, daß ich den Schlaaff drum fahren liesse
Metapher
Die Süsse, so es von sich giebet macht Leib und Geist zugleich verliebet
Personifikation
Der Zukker-trozz, der Nektar-Wein, der in den göldnen Demant-schaalen springt
Rhetorische Frage
Man sagt wol, daß was süssers nicht sey, als der sanffte Schlaaff zufinden?
Vergleich
Was auß Hymettens bunten Grund' am Morgen die bemühte Biene äzzt ab, ist deiner Jugend grüne