Ballon
1892Ein Ballon bewegt sich leise. Menschenhälse strecken sich. Tramways stürzen aus dem Gleise. Droschkengäule töten sich.
Auf den Dächern tanzen Greise. Jungfraun platzen männertoll. Ein Ballon bewegt sich leise, Lächelnd und sehr würdevoll.
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Interpretation
Das Gedicht "Ballon" von Friedrich Wilhelm Wagner beschreibt die faszinierende Wirkung eines Ballons auf die Menschen und die Welt um ihn herum. Der Ballon bewegt sich leise und zieht die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich, die ihre Hälse strecken, um ihn zu beobachten. Die Erscheinung des Ballons bringt eine Art von Chaos und Aufruhr mit sich, da Tramways aus dem Gleis stürzen und Droschkengäule sich selbst töten. Auf den Dächern tanzen Greise und Jungfrauen platzen vor männlicher Anziehungskraft, was darauf hindeutet, dass der Ballon eine Art von magischer Anziehungskraft auf die Menschen ausübt. Der Ballon selbst bewegt sich weiterhin leise und würdevoll, während die Welt um ihn herum in Aufruhr gerät. Das Gedicht zeigt die Macht und den Einfluss, den ein scheinbar unschuldiges Objekt wie ein Ballon auf die Menschen haben kann. Es verdeutlicht auch die menschliche Faszination für das Unbekannte und das Außergewöhnliche. Der Ballon wird als ein Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit dargestellt, der die Menschen aus ihrer alltäglichen Routine reißt und sie in eine andere Welt entführt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Ballon bewegt sich leise
- Bildsprache
- Menschenhälse strecken sich
- Hyperbel
- Droschkengäule töten sich
- Kontrast
- Jungfraun platzen männertoll
- Personifikation
- Ein Ballon bewegt sich leise, lächelnd und sehr würdevoll