Ballade
1798Die Dämmerung sah ihn, den Anwalt, der sonor Aus dem Automobil die Freunde noch beschwor.
Er inspizierte dann im Regen Guillotinen. Wie rostig waren die Partei-Bureau-Maschinen!
Da rief der Anwalt hell: “Wir möchten ungern schlafen Vor der Erledigung der Köpfungs-Paragraphen!”
Was weiter dann geschah? Wer kann das Schicksal ändern? Ihr findet es erzählt in den Geschichtskalendern.
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Interpretation
Das Gedicht "Ballade" von Ferdinand Hardekopf schildert eine düstere Szene, in der ein Anwalt in der Dämmerung aus einem Automobil steigt und seine Freunde beschwört. Die Atmosphäre ist bedrohlich, und der Anwalt inspiziert Guillotinen im Regen. Die Partei-Bureau-Maschinen sind rostig, was auf eine verfallene oder korrupte politische Struktur hindeutet. Der Anwalt ruft laut, dass sie ungern schlafen möchten, bevor die "Köpfungs-Paragraphen" erledigt sind. Dies deutet auf einen gewaltsamen oder radikalen politischen Akt hin, bei dem Köpfe rollen werden, metaphorisch oder buchstäblich. Die Sprache ist martialisch und bedrohlich, was die Ernsthaftigkeit der Situation unterstreicht. Das Gedicht endet mit der Frage, was danach geschah, und weist darauf hin, dass das Schicksal nicht geändert werden kann. Die Ereignisse sind in den Geschichtskalendern festgehalten, was darauf hindeutet, dass es sich um einen historischen Vorgang handelt, der bereits stattgefunden hat und nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Das Gedicht vermittelt eine Atmosphäre von Unausweichlichkeit und Fatalismus.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Köpfungs-Paragraphen
- Metapher
- Köpfungs-Paragraphen
- Personifikation
- Die Dämmerung sah ihn
- Rhetorische Frage
- Was weiter dann geschah? Wer kann das Schicksal ändern?
- Wortwiederholung
- die
- Übertreibung
- Wir möchten ungern schlafen