Austreibung
1862Das kann doch nicht Rumpumpel sein? So kann Rumpumpel doch nicht schrein? Seelöwen sind in unserm Haus; Schnell Rumpumpel! wir jagen sie raus! Ich ′n Stock, Du ′n Stock, Alle beide einen Stock, Ei der Daus, Wollt ihr raus! Wollt in euer Seelöwenhaus!
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Interpretation
Das Gedicht "Austreibung" von Paula Dehmel handelt von einer humorvollen und fantasievollen Szene, in der Seelöwen plötzlich im Haus des Sprechers auftauchen. Die anfängliche Verwirrung und Überraschung darüber, dass es sich nicht um Rumpumpel, eine vermutlich bekannte Person oder Figur, handelt, die schreit, wird schnell von der Entschlossenheit abgelöst, die ungebetenen Gäste zu vertreiben. Die Verwendung von Wiederholungen und Reimen, wie "Ich 'n Stock, Du 'n Stock, Alle beide einen Stock", verleiht dem Gedicht einen rhythmischen und fast wie ein Kinderreim anmutenden Charakter. Die Aufforderung "Ei der Daus, Wollt ihr raus!" zeigt die spielerische Art, mit der die Eindringlinge aufgefordert werden, das Haus zu verlassen. Der letzte Vers "Wollt in euer Seelöwenhaus!" unterstreicht die absurde und komische Situation, in der Seelöwen sich plötzlich in einem menschlichen Wohnraum befinden. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine heitere und fantasievolle Stimmung, die den Leser in eine Welt entführt, in der die Grenzen zwischen Realität und Phantasie verschwimmen. Die lebendige Sprache und der spielerische Ton machen es zu einem unterhaltsamen und einprägsamen Werk.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Ausruf
- Ei der Daus, Wollt ihr raus!
- Befehl
- Schnell Rumpumpel! wir jagen sie raus!
- Direkte Ansprache
- Schnell Rumpumpel!
- Frage
- Das kann doch nicht Rumpumpel sein? So kann Rumpumpel doch nicht schrein?
- Metapher
- Seelöwen sind in unserm Haus
- Wiederholung
- Ich 'n Stock, Du 'n Stock, Alle beide einen Stock