Ausgang

Theodor Fontane

1819

Immer enger, leise, leise Ziehen sich die Lebenskreise, Schwindet hin, was prahlt und prunkt, Schwindet hoffen, hassen, lieben, Und ist nichts in Sicht geblieben Als der letzte dunkle Punkt.

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Interpretation

Das Gedicht "Ausgang" von Theodor Fontane beschreibt den Prozess des Lebens, der sich immer enger und leiser zieht, bis nur noch ein letzter dunkler Punkt übrig bleibt. Die Lebenskreise schrumpfen, und alles, was einst prahlte und prunkt, verschwindet. Auch die Emotionen wie Hoffen, Hassen und Lieben verblassen, bis nichts mehr übrig bleibt als der letzte dunkle Punkt. Die engeren Lebenskreise symbolisieren die Begrenztheit des Lebens und die Tatsache, dass es sich dem Ende zuneigt. Die leise werdende Natur dieser Kreise deutet auf die allmähliche Abnahme der Lebensenergie und Vitalität hin. Das Verschwinden von Prahlerei und Prunk könnte darauf hindeuten, dass im Laufe des Lebens die oberflächlichen Dinge an Bedeutung verlieren und das Wesentliche in den Vordergrund tritt. Das Verschwinden von Hoffen, Hassen und Lieben könnte als Verlust der emotionalen Intensität interpretiert werden, die im Laufe des Lebens nachlässt. Es könnte auch bedeuten, dass am Ende des Lebens die Bedeutung dieser Emotionen in Frage gestellt wird und sie an Relevanz verlieren. Der letzte dunkle Punkt könnte als Symbol für den Tod oder das Nichts stehen, das am Ende des Lebens bleibt. Es ist ein düsteres und nachdenkliches Gedicht, das die Vergänglichkeit des Lebens und die Endlichkeit des Daseins thematisiert.

Schlüsselwörter

leise schwindet enger ziehen lebenskreise hin prahlt prunkt

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Schwindet hin, was prahlt und prunkt
Aufzählung
Schwindet hoffen, hassen, lieben
Metapher
Als der letzte dunkle Punkt