Ausgang aus dem Leben

Friedrich von Schiller

1795

Aus dem Leben heraus sind der Wege zwei dir geöffnet, Zum Ideale führt einer, der andre zum Tod. Siehe, wie du bei Zeit noch frei auf dem ersten entspringest, Ehe die Parze mit Zwang dich auf dem andern entführt.

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Interpretation

Das Gedicht "Ausgang aus dem Leben" von Friedrich von Schiller beschäftigt sich mit der existenziellen Frage nach dem Lebensweg und den beiden möglichen Ausgängen, die dem Menschen offenstehen. Schiller stellt die Ideale als einen Weg dar, der zum Ideal führt, während der andere Weg den Tod bedeutet. Das Gedicht reflektiert über die Freiheit des Menschen, seinen Weg zu wählen, solange er noch bei Zeit ist. In den folgenden Zeilen betont Schiller die Dringlichkeit, den richtigen Weg zu wählen, bevor das Schicksal, personifiziert durch die Parze, den Menschen zwingt, den Weg zum Tod einzuschlagen. Die Parze, eine Figur aus der griechischen Mythologie, symbolisiert hier das unausweichliche Schicksal, das jeden Menschen ereilt. Schiller appelliert an die Selbstbestimmung und die Möglichkeit, noch vor dem unausweichlichen Ende des Lebens den Weg zu den Idealen zu beschreiten. Das Gedicht endet mit einer Warnung, dass die Zeit knapp wird und der Mensch bald keine Wahl mehr haben wird. Schiller fordert den Leser auf, die Freiheit zu nutzen, solange sie noch besteht, und den Weg zu den Idealen zu wählen, bevor das Schicksal die Entscheidung trifft. Das Gedicht ist eine Aufforderung zur Selbstreflexion und zur bewussten Gestaltung des eigenen Lebensweges.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Bildlichkeit
Siehe, wie du bei Zeit noch frei auf dem ersten entspringest
Gegensatz
Aus dem Leben heraus sind der Wege zwei dir geöffnet, Zum Ideale führt einer, der andre zum Tod.
Metapher
Ehe die Parze mit Zwang dich auf dem andern entführt