Aus der Marsch

Theodor Storm

1846

Der Ochse frißt das feine Gras Und läßt die groben Halme stehen; Der Bauer schreitet hintendrein Und fängt bedächtig an zu mähen.

Und auf dem Stall zur Winterszeit, Wie wacker steht der Ochs zu kauen! Was er als grünes Gras verschmäht, Das muß er nun als Heu verdauen.

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Interpretation

Das Gedicht "Aus der Marsch" von Theodor Storm beschreibt die natürliche Ordnung und die Konsequenzen des eigenen Handelns. Es beginnt mit der Szene eines Ochsen, der auf einer Weide das feine Gras frisst und die groben Halme stehen lässt. Der Bauer folgt dem Ochsen und mäht das Gras, was eine harmonische Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier darstellt. Im zweiten Teil des Gedichts wechselt die Szene in den Stall zur Winterszeit. Hier wird gezeigt, dass der Ochse nun das Heu kauen muss, das er im Sommer als grobes Gras verschmäht hat. Dies symbolisiert die Konsequenz des eigenen Handelns und die Notwendigkeit, auch das zu akzeptieren, was man zuvor abgelehnt hat. Das Gedicht vermittelt eine moralische Lehre über die natürlichen Zyklen des Lebens und die Wichtigkeit, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind. Es zeigt, dass man nicht immer das Beste wählen kann und dass man manchmal mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen leben muss.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Enjambement
Der Ochse frißt das feine Gras Und läßt die groben Halme stehen; Der Bauer schreitet hintendrein Und fängt bedächtig an zu mähen.
Kontrast
Der Ochse frißt das feine Gras Und läßt die groben Halme stehen
Metapher
Was er als grünes Gras verschmäht, Das muß er nun als Heu verdauen