Aus dem Grunde

Franz Kafka

1899

Aus dem Grunde der Ermattung steigen wir mit neuen Kräften

Dunkle Herren welche warten bis die Kinder sich entkräften

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Interpretation

Das Gedicht "Aus dem Grunde" von Franz Kafka beschreibt einen zyklischen Prozess von Erschöpfung und Erneuerung. Die ersten beiden Zeilen legen nahe, dass die Protagonisten aus einem Zustand der Ermattung aufstehen, um neue Kräfte zu sammeln. Dieser Prozess scheint notwendig und unvermeidlich zu sein, da er "aus dem Grunde" geschieht, also aus einem bestimmten Grund oder einer tieferen Notwendigkeit heraus. Die zweite Strophe führt "Dunkle Herren" ein, die auf die Ermatteten warten, bis sie sich entkräften. Diese "Dunklen Herren" könnten als Metapher für die Kräfte der Zerstörung oder des Todes interpretiert werden, die darauf lauern, dass die Menschen ihre Kraft verlieren. Die Kinder, die sich entkräften, könnten die Unschuld oder die Jugend symbolisieren, die den harten Realitäten des Lebens zum Opfer fallen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine düstere und pessimistische Sicht auf das menschliche Dasein. Es suggeriert, dass das Leben ein ständiger Kampf gegen die Kräfte der Erschöpfung und des Todes ist, in dem die Menschen immer wieder aufstehen, um sich zu erneuern, nur um schließlich doch zu unterliegen. Die "Dunklen Herren" stehen als Mahnung an die Vergänglichkeit und die Unausweichlichkeit des Todes.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Enjambement
Aus dem Grunde der Ermattung steigen wir mit neuen Kräften
Metapher
Dunkle Herren
Personifikation
Dunkle Herren welche warten