Aus dem Feld

Ludwig Eichrodt

1856

Ab die Helme! weg die Schwerter! Werfet euch ins Gras! Weicher ruht kein Ehegärter - Jetzt nur Wein ins Glas! Marketendrin, schenke ein! Marketendrin, hast du Wein? Lustig wollen wir sein.

Freunde trinkt, der letzte Batzen Soll hinunter heut! Aus, vorbei sind die Strapatzen, Und der Feind zerstreut. Spielleut, stellt euch in die Reihn, Macht Musik und schenkt euch ein, Trommler wirble drein!

Heisa lustig Lagerleben Nach der bittern Schlacht! Gott hat uns den Sieg gegeben, Er hats brav gemacht. Herrlich ist, nach Noth und Pein Auszuruhn im Sonnenschein, Wieder lustig sein.

Hoch soll unser Feldherr leben, Er ist unser Mann! Liebt die Schlacht, das Weib, die Reben, Weil er Alles kann. Marketendrin, schenk doch ein! Marketendrin, bessern Wein, Wenn wir Vivat schrein!

Unsre Brüder sollen leben, Die verscharrt im Sand, Wir, und selbst der Feind daneben, Der uns wacker stand! Hurra heisa schenket ein! Vaterland, auf dein Gedeihn! Marketendrin, Wein!

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Illustration zu Aus dem Feld

Interpretation

Das Gedicht "Aus dem Feld" von Ludwig Eichrodt beschreibt die Stimmung nach einer gewonnenen Schlacht. Die Soldaten werfen ihre Waffen weg und suchen Erholung im Gras. Sie feiern ihren Sieg mit Wein und Musik, um die Strapazen des Krieges zu vergessen. Die Marketenderin wird aufgefordert, reichlich auszuschenken, damit die Soldaten ausgelassen feiern können. Der zweite Teil des Gedichts setzt die fröhliche Stimmung fort. Die Soldaten trinken den letzten Batzen Wein und genießen die Musik der Spielleute. Der Feind ist zerstreut und die Strapazen der Schlacht sind vorbei. Die Soldaten wollen sich von der bitteren Schlacht erholen und wieder lustig sein. Sie danken Gott für den Sieg und freuen sich auf die Ruhe im Sonnenschein. Im letzten Teil des Gedichts wird der Feldherr hoch gelobt. Er wird als Mann verehrt, der die Schlacht, die Frauen und den Wein liebt. Die Marketenderin wird erneut aufgefordert, guten Wein auszuschenken, wenn die Soldaten "Vivat" rufen. Auch die gefallenen Brüder und der tapfere Feind sollen leben. Die Soldaten trinken auf das Wohl des Vaterlands und fordern die Marketenderin erneut auf, Wein auszuschenken.

Schlüsselwörter

marketendrin wein lustig soll feind heisa schlacht leben

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Stilmittel

Alliteration
Marktendrin, schenke ein
Anapher
Marketendrin, schenke ein! Marketendrin, hast du Wein? Marketendrin, schenk doch ein! Marketendrin, bessern Wein
Anrede
Marketendrin, schenke ein! Marketendrin, hast du Wein?
Enjambement
Marketendrin, schenke ein! Marketendrin, hast du Wein? Lustig wollen wir sein.
Hyperbel
Soll hinunter heut!
Imperativ
Ab die Helme! weg die Schwerter!
Kontrast
Nach der bittern Schlacht! Gott hat uns den Sieg gegeben
Metapher
Werfet euch ins Gras!
Personifikation
Gott hat uns den Sieg gegeben, Er hats brav gemacht
Symbolik
Wein
Wiederholung
Hurra heisa schenket ein