August
1817Inserat
Die verehrlichen Jungen, welche heuer Meine Äpfel und Birnen zu stehlen gedenken, Ersuche ich höflichst, bei diesem Vergnügen Wo möglich insoweit sich zu beschränken, Daß sie daneben auf den Beeten Mir die Wurzeln und Erbsen nicht zertreten.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "August" von Theodor Storm ist eine humorvolle und zugleich nachdenkliche Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit der Natur und der menschlichen Natur. Der Dichter nutzt die Metapher des Apfel- und Birnenklauens, um die unvermeidliche Neugier und den Drang der Jugendlichen zu symbolisieren, die Natur zu erkunden und zu genießen. Die "verehrlichen Jungen" stehen dabei für die Unschuld und den jugendlichen Enthusiasmus, der oft mit einem gewissen Mangel an Rücksichtnahme einhergeht. In den Zeilen "Ersuche ich höflichst, bei diesem Vergnügen / Wo möglich insoweit sich zu beschränken" zeigt sich ein subtiler Appell an die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein der Jugendlichen. Der Dichter fordert sie auf, ihre Handlungen zu mäßigen und die Konsequenzen ihres Tuns zu bedenken. Dies kann als eine Metapher für die Notwendigkeit verstanden werden, im Leben einen Ausgleich zwischen Genuss und Verantwortung zu finden. Der letzte Vers "Daß sie daneben auf den Beeten / Mir die Wurzeln und Erbsen nicht zertreten" verdeutlicht die Konsequenzen eines unbedachten Handelns. Die "Wurzeln und Erbsen" stehen symbolisch für die empfindlichen und verletzlichen Aspekte des Lebens, die durch rücksichtsloses Verhalten beschädigt werden können. Storm appelliert an die Empathie und das Bewusstsein für die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Umwelt und die Gemeinschaft.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Inserat
- Die verehrlichen Jungen, welche heuer Meine Äpfel und Birnen zu stehlen gedenken, Ersuche ich höflichst, bei diesem Vergnügen Wo möglich insoweit sich zu beschränken, Daß sie daneben auf den Beeten Mir die Wurzeln und Erbsen nicht zertreten.