Aufstieg

Bruno Wille

1920

Über Felsen, windumflattert, Klimm ich hoch hinan zum Freien. Droben will ich mich entladen Dieser Qual, im Sturme baden, Neugeboren meine Seele weihen.

Berg, vor deinem Riesenantlitz Kann ja Kleinmut nicht bestehen. Sturm, im Brausen deiner Kraft, Die den Forst zusammenrafft, Muß mein Seufzer wie ein Staub verwehen.

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Illustration zu Aufstieg

Interpretation

Das Gedicht "Aufstieg" von Bruno Wille handelt von der Suche nach Freiheit und der Überwindung von Ängsten. Der Sprecher klettert über Felsen und durch den Wind, um an einen höheren Ort zu gelangen, wo er sich von seiner Qual befreien und im Sturm baden kann. Er möchte seine Seele erneuern und sich von der Enge und dem Kleinmut befreien, die ihn unten zurückgehalten haben. Der zweite Teil des Gedichts beschreibt die Wirkung des Berges und des Sturmes auf den Sprecher. Der Berg wird als ein riesiges Antlitz dargestellt, das jeden Kleinmut verschwinden lässt. Der Sturm wird als eine mächtige Kraft beschrieben, die den Wald zusammenrafft und den Seufzer des Sprechers wie Staub verwehen lässt. Diese Bilder verdeutlichen die Überlegenheit der Natur und die Ohnmacht des Menschen angesichts dieser Kräfte. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der Befreiung und der Überwindung von Ängsten. Der Sprecher sucht nach einem höheren Ort, an dem er sich von seiner Qual befreien und seine Seele erneuern kann. Der Berg und der Sturm werden als Symbole für die übermächtige Natur dargestellt, die den Menschen demütigt und seine Probleme wie Staub verwehen lässt. Das Gedicht lädt den Leser dazu ein, sich von seinen Ängsten zu befreien und sich der Natur zu öffnen, um eine neue Perspektive auf das Leben zu gewinnen.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Hyperbel
Riesenantlitz
Metapher
Muß mein Seufzer wie ein Staub verwehen
Personifikation
Sturm, im Brausen deiner Kraft