Auff Gellulam

Friedrich Freiherr von Logau

1605

Was Gellula verspürt an Thaten und an Wercken, Das geht ihr lieblich ein, den Glauben dran zu stärcken. Von Zeichen hält sie nichts; vom Wesen hält sie hoch; Ist vielfach eine Frau und geht im Krantze doch. Ob Pabst, ob Luther ihr, ob ihr Calvin gefalle, Ist unklar; ist mir recht, gefallen sie ihr alle.

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Interpretation

Das Gedicht "Auff Gellulam" von Friedrich Freiherr von Logau handelt von der Figur Gellula und ihrem Glauben. Es wird beschrieben, dass Gellula durch ihre Taten und Werke gestärkt wird, um ihren Glauben zu festigen. Sie legt keinen Wert auf äußere Zeichen, sondern schätzt das Wesentliche. Trotz ihrer vielfältigen Natur geht sie auch im Kranz, was auf ihre Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit hinweist. Die zweite Strophe des Gedichts wirft die Frage auf, ob Gellula dem Papst, Luther oder Calvin gefallen würde. Es wird jedoch betont, dass dies unklar ist und dem Autor recht ist, solange sie alle drei mögen. Dies deutet darauf hin, dass Gellula eine offene und tolerante Haltung gegenüber verschiedenen religiösen Strömungen hat. Insgesamt vermittelt das Gedicht den Eindruck einer vielschichtigen und eigenständigen Frau, die ihren Glauben durch ihre Taten und Werke stärkt und eine offene Einstellung gegenüber verschiedenen religiösen Ansichten hat. Es wird betont, dass es dem Autor recht ist, solange Gellula alle drei religiösen Figuren mag, was auf eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber konfessionellen Unterschieden hindeutet.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Metapher
geht im Krantze doch
Personifikation
Gellula verspürt an Thaten und an Wercken
Rhetorische Frage
Ob Pabst, ob Luther ihr, ob ihr Calvin gefalle