Auf O--o R--s Grab
1797Aus einer Welt voll Angst und Not, Voll Ungerechtigkeit, und Blut und Tod Flüchtete die fromme reine Seele Sich ins beßre Land zu Gott; Und der Leib in diese dunkle Höhle, Auszuruhen bis zum Wiedersehn. O der Christ ist immer groß und schön, Doch im Tod’ in seiner größten Schöne. Wandrer, bleib’ am Grabe stehn, Lerne hier, was eitel ist, verschmähn; Weine eine stille Träne! Und denn kannst du weitergehn.
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Interpretation
Das Gedicht "Auf O--o R--s Grab" von Matthias Claudius handelt von der Flucht der Seele aus einer Welt voller Angst, Not, Ungerechtigkeit, Blut und Tod in ein besseres Land bei Gott. Der Körper ruht in der dunklen Höhle, bis er wieder gesehen wird. Der Christ ist immer groß und schön, aber im Tod erreicht er seine größte Schönheit. Der Wanderer wird aufgefordert, am Grab zu verweilen und hier zu lernen, was eitel ist, zu verachten. Er soll eine stille Träne weinen und dann weitergehen können. Das Gedicht vermittelt eine Botschaft der Hoffnung und des Trostes, indem es den Tod als Übergang zu einem besseren Leben bei Gott darstellt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- stille Träne
- Apostroph
- Wandrer, bleib’ am Grabe stehn
- Hyperbel
- O der Christ ist immer groß und schön
- Ironie
- und Blut und Tod
- Kontrast
- Aus einer Welt voll Angst und Not... Sich ins beßre Land zu Gott
- Metapher
- Aus einer Welt voll Angst und Not, Voll Ungerechtigkeit, und Blut und Tod
- Personifikation
- Flüchtete die fromme reine Seele
- Symbolik
- dunkle Höhle