Auf meinen am 15. November 1890dahingegangenen Papagei

Unknown Author

1903

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Friederike Kempner

Auf meinen am 15. November 1890 dahingegangenen Papagei

Allgeliebter Vogel Du, Gingest auch zur ewigen Ruh Liebenswürdig zahm und zart Und von selten geistiger Art!

Warst mir zweiundzwanzig Jahr, Was kein Anderer mir war, Steter Freund, ach lebenslang, Nehme meinen heißen Dank.

Mancher hat Dich arg betrübt, Weil Du allgemein beliebt, Gönnte diesen Trost mir nicht, - Das ist Wahrheit im Gedicht -

Nochmals Dank für Deine Treu! Lebe dorten auf, auf’s neu - Jeder Geist, er lebet fort, Glücklich sei an jedem Ort!

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Interpretation

Das Gedicht "Auf meinen am 15. November 1890 dahingegangenen Papagei" von Unknown Author ist eine bewegende Hommage an einen verstorbenen Papagei. Die Autorin, Friederike Kempner, drückt ihre tiefe Verbundenheit und Zuneigung zu ihrem gefiederten Freund aus. Der Papagei wird als "allgeliebter Vogel" bezeichnet und für seine "liebenswürdig zahme" und "selten geistige Art" gelobt. Die Autorin betont die langjährige Freundschaft, die über zweiundzwanzig Jahre andauerte und somit einzigartig in ihrem Leben war. Im zweiten Teil des Gedichts geht es um die Trauer und den Verlust, den die Autorin empfindet. Sie erwähnt, dass manche Menschen den Papagei "arg betrübt" haben, weil er allgemein beliebt war und ihnen diesen Trost nicht gönnen wollten. Dies deutet darauf hin, dass der Papagei nicht nur für die Autorin, sondern auch für andere eine Quelle der Freude und des Trostes war. Die Autorin dankt ihrem Vogel für seine Treue und wünscht ihm ein glückliches Leben an einem anderen Ort, da jeder Geist weiterlebt. Insgesamt ist das Gedicht eine ergreifende Liebeserklärung an einen treuen tierischen Begleiter, der über viele Jahre hinweg ein wichtiger Teil des Lebens der Autorin war. Es zeigt die tiefe emotionale Bindung zwischen Mensch und Tier und die Trauer, die beim Verlust eines geliebten Haustieres entsteht. Die Autorin findet Trost in der Vorstellung, dass der Geist ihres Papageis weiterlebt und an einem anderen Ort glücklich sein wird.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
liebenswürdig zahm und zart
Anapher
Allgeliebter Vogel Du, Gingest auch zur ewigen Ruh
Antithese
Nehme meinen heißen Dank
Enjambement
Allgeliebter Vogel Du, Gingest auch zur ewigen Ruh Liebenswürdig zahm und zart
Euphemismus
dahingegangenen Papagei
Hyperbel
Was kein Anderer mir war
Metapher
Gingest auch zur ewigen Ruh
Metonymie
Allgeliebter Vogel Du
Personifikation
Allgeliebter Vogel Du
Reim
Du, Ruh
Rhythmus
Allgeliebter Vogel Du, Gingest auch zur ewigen Ruh
Symbol
ewigen Ruh