Auf ihre Augen

Benjamin Neukirch

1665

Ich weiß nicht, ob ich auch noch einmal werde sehn, Ihr wundervollen Augen; Dennoch werden meine Wunden, So ich stets von euch empfunden, Und nicht mehr zu heilgen taugen, Ewig, ewig offen stehn.

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Interpretation

Das Gedicht "Auf ihre Augen" von Benjamin Neukirch thematisiert die tiefe emotionale Wirkung, die die Augen einer Person auf den Sprecher haben. Der Titel deutet bereits an, dass die Augen im Mittelpunkt der Betrachtung stehen und eine besondere Bedeutung für den lyrischen Ich besitzen. Die Augen werden als "wundervoll" beschrieben, was ihre Schönheit und Faszination unterstreicht. In den ersten Zeilen des Gedichts drückt der Sprecher seine Unsicherheit aus, ob er die Augen der Person jemals wiedersehen wird. Diese Unsicherheit verleiht dem Gedicht eine melancholische Stimmung und lässt vermuten, dass eine Trennung oder ein Verlust bevorsteht. Die Augen haben beim Sprecher tiefe "Wunden" hinterlassen, die nicht mehr heilen können. Diese Wunden symbolisieren die emotionalen Narben, die durch die Begegnung mit der Person entstanden sind. Der letzte Vers des Gedichts verstärkt die Intensität der Gefühle und den bleibenden Eindruck, den die Augen hinterlassen haben. Die Wunden werden als "ewig offen" beschrieben, was darauf hindeutet, dass der Schmerz und die Erinnerungen an die Augen für immer im Herzen des Sprechers präsent sein werden. Das Gedicht vermittelt somit die tiefe emotionale Wirkung, die eine Person auf das Leben eines anderen haben kann, und die unvergängliche Natur dieser Eindrücke.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Enjambement
Ich weiß nicht, ob ich auch noch einmal werde sehn, Ihr wundervollen Augen;
Metapher
Und nicht mehr zu heilgen taugen
Personifikation
Ewig, ewig offen stehn