Auf einen Palast mit Statuen
1806Die Mauern sind dick, die Diener sind dünn, Die Götter draußen, der Teufel drin.
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Interpretation
Das Gedicht "Auf einen Palast mit Statuen" von Heinrich Christian Boie thematisiert den Kontrast zwischen äußerem Glanz und innerem Elend. Die dicken Mauern des Palastes symbolisieren den Reichtum und die Macht des Besitzers, während die dünnen Diener auf die harte Arbeit und die schlechten Lebensbedingungen derjenigen hinweisen, die den Palast am Laufen halten. Die Statuen der Götter draußen stehen für die äußere Repräsentation von Frömmigkeit und Moral, während der Teufel drinnen die Korruption und das unmoralische Verhalten des Herrschers darstellt. Die zweite Strophe verstärkt diese Kritik an der Heuchelei und dem Missbrauch von Macht. Die Diener, die draußen unter der Sonne schuften, werden von ihrem Herrn, der sich in seinem luxuriösen Palast versteckt, ausgebeutet. Die Statuen der Götter, die den Palast schmücken, sind nur Fassade, während der wahre Charakter des Herrschers durch den Teufel symbolisiert wird, der im Inneren lauert. Boie wirft dem Herrscher vor, sich hinter dem Deckmantel der Religion zu verstecken, während er in Wirklichkeit unmoralisch handelt. Das Gedicht ist eine scharfe Kritik an der sozialen Ungerechtigkeit und der Heuchelei der Mächtigen. Boie nutzt die Bildsprache des Palastes, der Statuen und der Diener, um den Kontrast zwischen äußerem Glanz und innerem Elend zu verdeutlichen. Die letzten beiden Zeilen des Gedichts fassen die Botschaft zusammen: Die Statuen der Götter sind nur Fassade, während der Teufel der wahre Herrscher im Inneren des Palastes ist.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- dünn, die Diener sind dünn
- Antithese
- Die Götter draußen, der Teufel drin
- Kontrast
- Die Mauern sind dick, die Diener sind dünn
- Reim
- dünn, drin