Auf eine Lampe
1822Noch unverrückt, o schöne Lampe, schmückest du, An leichten Ketten zierlich aufgehangen hier, Die Decke des nun fast vergeßnen Lustgemachs. Auf deiner weißen Marmorschale, deren Rand Der Efeukranz von goldengrünem Erz umflicht, Schlingt fröhlich eine Kinderschar den Ringelreihn. Wie reizend alles! lachend, und ein sanfter Geist Des Ernstes doch ergossen um die ganze Form - Ein Kunstgebild der echten Art. Wer achtet sein? Was aber schön ist, selig scheint es in ihm selbst.
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Interpretation
Das Gedicht "Auf eine Lampe" von Eduard Mörike beschreibt eine dekorative Lampe, die noch immer unverrückt an ihrem Platz hängt. Sie schmückt die Decke eines nun fast vergessenen Lustgemachs. Die Lampe hat eine weiße Marmorschale, deren Rand von einem Efeukranz aus goldengrünem Erz umflicht ist. Um die Lampe herum tanzt fröhlich eine Kinderschar im Ringelreihn. Das Gedicht preist die Schönheit und Kunstfertigkeit der Lampe. Sie wirkt reizend, mit einer Mischung aus Lachen und einem sanften Hauch von Ernsthaftigkeit, der die gesamte Form durchdringt. Es ist ein echtes Kunstwerk von authentischer Art. Doch wer schenkt ihr noch Beachtung? Was aber schön ist, scheint selig in sich selbst zu ruhen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Appell
- Wer achtet sein?
- Aussage
- Was aber schön ist, selig scheint es in ihm selbst
- Bildsprache
- Auf deiner weißen Marmorschale, deren Rand Der Efeukranz von goldengrünem Erz umflicht
- Gegenüberstellung
- lachend, und ein sanfter Geist Des Ernstes doch ergossen um die ganze Form
- Hyperbel
- Wie reizend alles!
- Metapher
- Die Decke des nun fast vergeßnen Lustgemachs
- Personifikation
- Noch unverrückt, o schöne Lampe, schmückest du