Auf ein wollüstiges Mannsbild
unknownDu schwärmest wie eine Schweiß-Fliege hienieden, Läßt weder die Rosen noch Pappeln mit Frieden, Und suchest mit Summen bald hier und bald dort Ein Plätzgen zur Ruhe, und fliegest bald fort.
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Interpretation
Das Gedicht "Auf ein wollüstiges Mannsbild" von Sidonia Hedwig Zäunemann beschreibt eine Person, die von unersättlicher Begierde getrieben ist. Der Sprecher vergleicht diese Person mit einer Schweißfliege, die unermüdlich umherfliegt und keine Ruhe findet. Die Metapher der Schweißfliege symbolisiert die ungestüme und unersättliche Natur der Person, die ständig nach neuen Reizen und Erlebnissen sucht. Die erste Strophe verdeutlicht die rastlose Natur der Person. Sie lässt weder die Rosen noch die Pappeln in Frieden, was darauf hindeutet, dass sie keine Rücksicht auf andere nimmt und ständig nach neuen Zielen oder Objekten der Begierde strebt. Die Schweißfliege, die hier als Symbol dient, ist bekannt für ihr störendes Summen und ihr unablässiges Herumfliegen, was die unruhige und störende Natur der Person unterstreicht. In der zweiten Strophe wird die Unbeständigkeit und das ständige Suchen nach neuen Erlebnissen betont. Die Person sucht mit Summen "bald hier und bald dort" nach einem Plätzchen zur Ruhe, findet aber keine Zufriedenheit und fliegt gleich wieder fort. Dieses ständige Suchen und das Scheitern, Ruhe oder Zufriedenheit zu finden, verdeutlicht die innere Leere und Unzufriedenheit, die die Person antreiben. Das Gedicht kritisiert somit die ausschweifende und unersättliche Natur der Person, die durch ihre unstillbare Gier nach neuen Erfahrungen und Reizen letztlich keine innere Ruhe finden kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- bald hier und bald dort
- Metapher
- Du schwärmest wie eine Schweiß-Fliege hienieden
- Personifikation
- Läßt weder die Rosen noch Pappeln mit Frieden
- Vergleich
- Du schwärmest wie eine Schweiß-Fliege hienieden