Auf die Universität Jena
1738Ist gleich Athen mit seinen Mauren, Und Heiligthümern umgerissen; So ist der Schade doch nicht zu betauren, Dieweil an Thürings Flüssen, Das Weisheitsreiche Jena liegt; So des zerstöhrten Vorrecht kriegt. Da ist der Kern der Lehrer und der Lehren: Drum mag es wohl durch seinen Glanz und Schein, Das andere Athen und Phöbens Tempel seyn.
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Interpretation
Das Gedicht "Auf die Universität Jena" von Sidonia Hedwig Zäunemann vergleicht die Universität Jena mit der antiken Stadt Athen. Athen, bekannt für seine Weisheit und Bildung, wird hier als Symbol für intellektuelle Blüte verwendet. Die Autorin betont, dass obwohl Athen mit seinen Mauern und Heiligtümern zerstört wurde, der Schaden nicht wiedergutzumachen ist. Doch in Thüringen, an den Flüssen, liegt das weisheitsreiche Jena, das das zerstörte Vorrecht Athens übernimmt. In Jena befindet sich der Kern der Lehrer und der Lehren, was die Universität als Zentrum des Wissens und der Bildung hervorhebt. Durch ihren Glanz und Schein kann Jena als das andere Athen und der Tempel des Phöbus (Apollo, der Gott der Weisheit und Künste) gelten. Die Autorin verleiht Jena somit den Status einer neuen intellektuellen Metropole, die die Tradition der antiken Bildungstradition fortsetzt und sogar übertrifft. Das Gedicht feiert die Universität Jena als einen Ort, an dem Weisheit und Lehre gedeihen. Es stellt Jena als einen Ort dar, der die zerstörte Größe Athens wiedererweckt und als neuen Tempel des Wissens etabliert. Die Autorin betont die Bedeutung von Jena als Zentrum des geistigen Lebens und der Bildung, das die Tradition der antiken Weisheit fortführt und neu belebt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Drum mag es wohl durch seinen Glanz und Schein, Das andere Athen und Phöbens Tempel seyn
- Metapher
- Ist gleich Athen mit seinen Mauren
- Personifikation
- Das Weisheitsreiche Jena liegt
- Symbolik
- Phöbens Tempel
- Vergleich
- Ist gleich Athen mit seinen Mauren