Auf die Geburt eines Kindes
1843Wie wird des Himmels Vater schauen Mit Freude das erwachsne Kind, Gehend auf blumenreichen Auen, Mit andern, welche lieb ihm sind.
Indessen freue dich des Lebens, Aus einer guten Seele kommt Die Schönheit herrlichen Bestrebens, Göttlicher Grund dir mehr noch frommt.
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Interpretation
Das Gedicht "Auf die Geburt eines Kindes" von Friedrich Hölderlin thematisiert die Freude und das göttliche Erbe, das mit der Geburt eines Kindes einhergeht. Hölderlin beginnt mit der Frage, wie der himmlische Vater das erwachsene Kind mit Freude betrachten wird, wenn es auf blumenreichen Auen wandelt und von lieben Menschen umgeben ist. Diese Zeilen deuten auf eine Zukunft voller Schönheit und Glück hin, in der das Kind in einer harmonischen Gemeinschaft aufwächst. Im zweiten Teil des Gedichts ermutigt Hölderlin das Kind, das Leben zu genießen und aus einer guten Seele heraus zu handeln. Er betont, dass Schönheit aus edlen Bestrebungen erwächst und dass ein göttlicher Grund dem Kind noch mehr Glück bringen wird. Diese Worte vermitteln eine optimistische Botschaft über das Potenzial des Kindes, ein erfülltes und sinnstiftendes Leben zu führen. Insgesamt vermittelt Hölderlin in diesem Gedicht eine tiefe Verbundenheit mit dem Göttlichen und eine Zuversicht in die Zukunft des Kindes. Er verknüpft die Geburt mit einer spirituellen Dimension und betont die Bedeutung von Liebe, Schönheit und edlen Zielen für ein glückliches Leben. Das Gedicht ist eine poetische Hommage an das Wunder des Lebens und die Hoffnung auf eine positive Zukunft.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildlichkeit
- Mit andern, welche lieb ihm sind
- Kontrast
- Mit Freude das erwachsne Kind
- Metapher
- Aus einer guten Seele kommt Die Schönheit herrlichen Bestrebens
- Personifikation
- Wie wird des Himmels Vater schauen