Auf des Hn. Geheimen Rahts

Christian Friedrich Hunold

1713

Dein Ceremoniel giebt Großen ihren Rang. Was sag ich nun von deiner Poësie? Hier näher ich mich nie/ Denn unter Großen ist um dich nur ein Gedrang.

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Illustration zu Auf des Hn. Geheimen Rahts

Interpretation

Das Gedicht "Auf des Hn. Geheimen Rahts" von Christian Friedrich Hunold thematisiert die Bedeutung von Zeremoniell und Dichtkunst im Kontext der gesellschaftlichen Hierarchie. Der Titel deutet darauf hin, dass es sich um eine Anrede an einen geheimen Rat handelt, was auf einen höfischen Kontext schließen lässt. Im ersten Vers wird das Zeremoniell als Mittel zur Etablierung der Stellung von Großen in der Gesellschaft beschrieben. Die folgenden Zeilen fragen nach der Rolle der Poesie in diesem Zusammenhang. Der Dichter distanziert sich selbst von der Poesie, da er sich in der Gegenwart von Großen nur unter Gedränge befindet. Die Interpretation legt nahe, dass der Dichter die Poesie als weniger bedeutend im Vergleich zum Zeremoniell ansieht. Er selbst fühlt sich in der Gegenwart von Mächtigen unwohl und zieht es vor, sich von der Dichtkunst fernzuhalten. Das Gedicht reflektiert somit die Hierarchie und die sozialen Dynamiken am Hofe, wobei der Dichter seine eigene Position und Rolle in diesem System in Frage stellt.

Schlüsselwörter

großen ceremoniel giebt rang sag näher nie gedrang

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Dein Ceremoniel giebt Großen ihren Rang.
Enjambement
Hier näher ich mich nie/ Denn unter Großen ist um dich nur ein Gedrang.
Rhetorische Frage
Was sag ich nun von deiner Poësie?