Auf der Wiese...
1871Auf der Wiese webt und schwebt Elbenringelreigen; Feiner Flüsschen Schnee sich hebt zu geheimen Geigen. Schleier schlingen sich im Ring, Silberflechten flimmern, Flügel wie vom Schmetterling scheu im Monde schimmern. Jedes Köpfchen krönt ein Kranz goldner Leuchtlaternchen, wunderwirr verstrickt der Tanz all die tausend Sternchen.
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Interpretation
Das Gedicht "Auf der Wiese..." von Christian Morgenstern beschreibt eine mystische und verzauberte Szene auf einer Wiese, in der Elfen und andere magische Wesen eine geheime Tanzszene inszenieren. Die Sprache ist voller lyrischer Bilder und Alliterationen, die eine traumhafte Atmosphäre schaffen. Die erste Strophe führt den Leser in die Szene ein, in der die Elfen einen Ringelreigen tanzen und der Schnee sich zu geheimen Geigen erhebt. Die Verwendung von Wörtern wie "webt" und "schwebt" verleiht der Szene eine leichte und luftige Qualität. Die zweite Strophe setzt die Beschreibung fort, indem sie Schleier und Silberflechten erwähnt, die sich im Ring verflechten. Die Flügel der Schmetterlinge scheinen im Mondlicht zu schimmern, was die magische Atmosphäre verstärkt. Die dritte Strophe beschreibt die Elfenköpfe, die mit goldenen Leuchtlaternchen gekrönt sind. Der Tanz wird als "wunderwirr" beschrieben, was auf die chaotische und verworrene Natur des Geschehens hinweist. Die letzte Zeile erwähnt die tausend Sternchen, die in den Tanz verwickelt sind, was die Szene noch magischer und verzauberter erscheinen lässt. Insgesamt ist das Gedicht eine Ode an die Schönheit und Magie der Natur und der Fantasie.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Elbenringelreigen; Feiner Flüsschen Schnee
- Bildsprache
- goldner Leuchtlaternchen
- Metapher
- Elbenringelreigen
- Personifikation
- Flüsschen Schnee sich hebt
- Reim
- Kopfchen krönt ein Kranz
- Rhythmus
- Schleier schlingen sich im Ring
- Wortspiele
- Ring, Silbertflechten