Auf den Weg
1920Ihr zuckt die Achseln, weicht mir aus, drückt euch in meines Nachbarn Haus?
Drückt euch - ich werd euch dennoch packen und euch auf Schnee und Bergeszacken
umbraust von aller Rätsel Plagen, ein Hagelsturm, zu Boden schlagen.
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Interpretation
Das Gedicht "Auf den Weg" von Gustav Sack beschreibt eine Konfrontation zwischen dem lyrischen Ich und einer Gruppe von Menschen, die sich vor ihm zu verstecken versuchen. Die Personen zucken mit den Achseln, weichen aus und drängen sich in das Haus des Nachbarn, um dem Sprecher zu entkommen. Dieses Verhalten deutet auf eine Art von Angst oder Ablehnung hin, die die Menschen dem lyrischen Ich gegenüber empfinden. Das lyrische Ich lässt sich jedoch nicht abschütteln und kündigt an, die Flüchtenden trotzdem zu ergreifen. Die bildhafte Sprache, die dabei verwendet wird, ist sehr eindringlich: "Schnee und Bergeszacken" sowie "Hagelsturm" vermitteln eine Vorstellung von einer rauen, unerbittlichen Umgebung, in der es kein Entkommen gibt. Die "Rätsel Plagen" könnten als Metapher für die quälenden Fragen oder Probleme stehen, die das lyrische Ich mit sich bringt und die die anderen nicht loswerden können. Am Ende des Gedichts kündigt das lyrische Ich an, die Flüchtenden "zu Boden zu schlagen", was als eine Art von erzwungener Auseinandersetzung oder Konfrontation interpretiert werden kann. Das Gedicht vermittelt somit ein Gefühl von unausweichlicher Konfrontation und die Idee, dass man sich seinen Problemen oder seiner Vergangenheit nicht ewig entziehen kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- ein Hagelsturm, zu Boden schlagen
- Metapher
- euch auf Schnee und Bergeszacken
- Personifikation
- umbraust von aller Rätsel Plagen