Auf den Tod der Königin
unknownRose, schöne Königsrose, Hat auch dich der Sturm getroffen? Gilt kein Beten mehr, kein Hoffen Bei dem schreckenvollen Loose?
Seid ihr, hochgeweihte Glieder, Schon dem düstern Reich verfallen? Haupt, um das die Locken wallen, Sinkest du zum Schlummer nieder?
Sink′ in Schlummer, aufgefunden Ist das Ziel, nach dem du schrittest, Ist der Kranz, um den du littest, Ruhe labt am Quell der Wunden.
Auf, Gesang, vom Klagethale! Schweb′ empor zu lichten Hallen, Wo die Siegeshymnen schallen, Singe Tröstung dem Gemahle!
Sink′ an deiner Völker Herzen, Du im tiefsten Leid Verlorner, Du zum Martyrthum Erkorner, Auszubluten deine Schmerzen.
Herr und König, schau′ nach oben, Wo Sie leuchtet gleich den Sternen, Wo in Himmels weiten Fernen Alle Heilige Sie loben.
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Interpretation
Das Gedicht "Auf den Tod der Königin" von Max von Schenkendorf befasst sich mit dem Tod einer Königin und reflektiert über das Schicksal und die Trauer, die damit einhergehen. Der Dichter verwendet dabei die Metapher einer Rose, um die Schönheit und Fragilität der Königin zu symbolisieren. Er fragt, ob auch die Königin vom Sturm des Todes getroffen wurde und ob Gebete und Hoffnung angesichts dieses schrecklichen Verlustes noch etwas gelten. In den folgenden Strophen beschreibt der Dichter den Tod der Königin als einen friedlichen Übergang in den ewigen Schlaf. Er betont, dass das Ziel, nach dem die Königin gestrebt hat, nun erreicht ist und dass sie Ruhe und Trost am Quell der Wunden findet. Der Dichter ruft den Gesang auf, sich vom Tal der Klage zu erheben und zu den lichten Hallen zu schweben, wo die Siegeshymnen erklingen. Er ermutigt dazu, Trost und Tröstung dem Gemahl der Königin zu singen. In der letzten Strophe des Gedichts fordert der Dichter den König auf, nach oben zu schauen, wo die Königin wie die Sterne leuchtet. Er beschreibt, wie sie in den weiten Fernen des Himmels von allen Heiligen gelobt wird. Der Dichter betont die tiefe Trauer und den Verlust, den der König empfindet, und ermutigt ihn, seine Schmerzen in den Herzen seines Volkes auszubluten. Insgesamt drückt das Gedicht eine Mischung aus Trauer, Trost und Hoffnung aus und ehrt das Andenken der verstorbenen Königin.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Sink′ in Schlummer, aufgefunden Ist das Ziel, nach dem du schrittest, Ist der Kranz, um den du littest
- Apostrophe
- Rose, schöne Königsrose
- Hyperbel
- Auszubluten deine Schmerzen
- Metapher
- Wo in Himmels weiten Fernen
- Personifikation
- Rose, schöne Königsrose, Hat auch dich der Sturm getroffen?
- Symbolik
- Himmels weiten Fernen