Auf den letzten December

Andreas Gryphius

1664

Das alte Jahr ist hin! Wir Menschen mit dem Jahr/ Noch nehmen wir der Zeitt und Jahre nimmer wahr/ Wie komts daß wir nicht sehn daß hir nichts könne stehn Was zeitlich/ in dem selbst die Zeitt muß schnell vergehn.

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Interpretation

Das Gedicht "Auf den letzten December" von Andreas Gryphius reflektiert über die Vergänglichkeit der Zeit und das menschliche Bewusstsein für deren Flüchtigkeit. Gryphius beginnt mit der Feststellung, dass das alte Jahr vorüber ist, und zieht einen Vergleich zwischen dem menschlichen Leben und dem Jahr, das ebenfalls unaufhaltsam vergeht. Er betont, dass Menschen oft die Zeit und die Jahre nicht bewusst wahrnehmen, obwohl alles Vergängliche ist. Im zweiten Teil des Gedichts fragt Gryphius, warum die Menschen nicht erkennen, dass nichts Beständiges existiert. Er weist darauf hin, dass selbst die Zeit selbst schnell vergehen muss, was die Unvermeidlichkeit des Wandels und der Vergänglichkeit unterstreicht. Diese Erkenntnis soll den Leser dazu anregen, über die eigene Sterblichkeit und die flüchtige Natur des Lebens nachzudenken. Insgesamt vermittelt Gryphius eine tiefgründige Botschaft über die Vergänglichkeit der Zeit und das menschliche Unbewusstsein gegenüber dieser Tatsache. Das Gedicht dient als Erinnerung daran, dass alles Vergängliche ist und dass die Zeit unaufhaltsam vergeht, was den Leser zur Reflexion über die eigene Existenz und die Bedeutung des Lebens anregt.

Schlüsselwörter

jahr zeitt alte hin menschen nehmen jahre nimmer

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Stilmittel

Alliteration
Das alte Jahr ist hin!
Antithese
Was zeitlich/ in dem selbst die Zeitt muß schnell vergehn
Metapher
Wir Menschen mit dem Jahr
Personifikation
Noch nehmen wir der Zeitt und Jahre nimmer wahr
Rhetorische Frage
Wie komts daß wir nicht sehn daß hir nichts könne stehn