Auf den Cheselden der Deutschen

Friedrich von Hagedorn

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Es lebe Carpser lang! er zieret unsre Zeiten. Wünscht Aerzten seine Kunst, und Königen sein Herz, Sein Anblick selbst erquickt, die Schwermut hemmt sein Scherz, Und er vergißt sonst nichts, als seine Gütigkeiten.

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Interpretation

Das Gedicht "Auf den Cheselden der Deutschen" von Friedrich von Hagedorn ist ein Lobgedicht auf einen Arzt namens Carpser. Der Titel bezieht sich auf William Cheselden, einen berühmten englischen Chirurgen und Anatomen des 18. Jahrhunderts, was darauf hindeutet, dass Carpser als deutscher Gegenpart zu Cheselden gefeiert wird. In den ersten beiden Zeilen preist der Dichter Carpser als jemanden, der seine Zeit bereichert und sowohl in seiner Kunst als auch in seinem Herzen bewundert wird. Er wünscht ihm ein langes Leben und ehrt ihn für seine medizinischen Fähigkeiten sowie seine königliche Gunst. Die dritte und vierte Zeile beschreiben, wie Carpsers bloße Anwesenheit belebend wirkt und Melancholie vertreibt. Sein Humor ist ein Heilmittel für die Seele, während seine Vergesslichkeit sich nur auf seine eigenen guten Taten erstreckt, was seine Bescheidenheit und Selbstlosigkeit unterstreicht.

Schlüsselwörter

lebe carpser lang zieret unsre zeiten wünscht aerzten

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Schwermut hemmt sein Scherz
Anapher
Es lebe Carpser lang!
Chiasmus
Wünscht Aerzten seine Kunst, und Königen sein Herz
Hyperbel
er zieret unsre Zeiten
Personifikation
Sein Anblick selbst erquickt