Aquädukte
1893Sage mir doch, was hab′ ich mir wohl von den Bögen zu denken, Die so entsetzlich hinaus in die Campagna sich ziehn? »Aquädukte nennt man′s, mein Freund, womit man in Rom so Wie auf dem deutschen Parnaß alle die Zeitungen kriegt.«
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Interpretation
Das Gedicht "Aquädukte" von Wilhelm Friedrich Waiblinger beschreibt die rätselhaften Bögen, die sich in die Campagna ziehen. Der Sprecher fragt nach ihrer Bedeutung und Bedeutung, da sie ihm unheimlich und rätselhaft erscheinen. Der Freund erklärt, dass es sich um Aquädukte handelt, die in Rom dazu dienen, Zeitungen wie auf dem deutschen Parnass zu verteilen. Die Interpretation des Gedichts liegt in der Verbindung von antiker Architektur und moderner Medienlandschaft. Die Aquädukte symbolisieren die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen dem antiken Rom und der modernen Welt. Sie dienen als Metapher für die Verbreitung von Informationen und Nachrichten, ähnlich wie die Zeitungen auf dem deutschen Parnass. Waiblinger nutzt diese ungewöhnliche Verbindung, um die Veränderungen in der Gesellschaft und die Auswirkungen der modernen Medien auf die Menschen zu kommentieren. Das Gedicht regt zum Nachdenken über die Rolle der Medien und die Veränderungen in der Kommunikation an. Es zeigt auch die Faszination für antike Architektur und die Verbindung zur Gegenwart.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anspielung
- Der 'deutsche Parnaß' ist eine Anspielung auf den Berg Parnass, der in der griechischen Mythologie als Sitz der Musen gilt und hier als Symbol für die deutsche Literatur verwendet wird.
- Ironie
- Die Aussage, dass die Aquädukte in Rom Zeitungen bringen, ist eine ironische Übertreibung, die die Verbreitung von Informationen kritisiert.
- Metapher
- Mit den 'Aquädukten' wird die Infrastruktur für den Informationsfluss in Rom metaphorisch mit dem deutschen Parnaß verglichen.