April

Johann Georg Jacobi

1740

Was kümmerts dich in deinen Wolken droben, Du launischer April, Ob wir dich tadeln, oder loben? Ein großer Herr thut meistens, was er will. Auch halten wir geduldig still, Und leiden, was wir leiden müssen. Gieb uns zuweilen nur ein wenig Sonnenschein, Damit wir dessen uns erfreun: Dann magst du wiederum mit Schnee und Regengüssen, Mit Sturm und Blitz und Hagel dir Bey Tag und Nacht die Zeit vertreiben! In unsrer kleinen Wirthschaft hier Soll dennoch gutes Wetter bleiben.

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Illustration zu April

Interpretation

Das Gedicht "April" von Johann Georg Jacobi beschreibt die launische Natur des Monats April und die menschliche Anpassungsfähigkeit an seine Unberechenbarkeit. Der Dichter personifiziert den April als einen "großen Herrn", der tut, was er will, und sich nicht um die Meinung der Menschen kümmert. Der Sprecher akzeptiert die Launenhaftigkeit des Aprils und erkennt an, dass manchmal Geduld und Ertragen notwendig sind. Der Dichter betont die menschliche Anpassungsfähigkeit und das Bedürfnis nach gelegentlichem Sonnenschein, um sich daran zu erfreuen. Trotz der unberechenbaren Wetterbedingungen des Aprils, einschließlich Schnee, Regen, Sturm, Blitz und Hagel, findet der Mensch in seiner eigenen "kleinen Wirthschaft" einen Ort des guten Wetters und der Zuflucht. Das Gedicht vermittelt eine Botschaft der Akzeptanz und des Findens von Freude in den kleinen Momenten des Glücks, selbst wenn die äußeren Umstände unbeständig sind.

Schlüsselwörter

leiden kümmerts wolken droben launischer april tadeln loben

Wortwolke

Wortwolke zu April

Stilmittel

Apostrophe
Was kümmerts dich in deinen Wolken droben, Du launischer April,
Hyperbel
In unsrer kleinen Wirthschaft hier Soll dennoch gutes Wetter bleiben.
Ironie
Auch halten wir geduldig still, Und leiden, was wir leiden müssen.
Metapher
Ein großer Herr thut meistens, was er will.
Personifikation
Ein großer Herr thut meistens, was er will.