Anwendbar
unknownEin weich verpackter, Ein fein befrackter, Nicht sehr intakter Charakter.
Den Vers, den hab’ ich im Vorrath gemacht, Ganz ohne Objekt; ich hab’ halt gedacht: Ich mach’ ihn einmal, er wird schon passen, Man kann ihn brauchen in allen Gassen.
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Interpretation
Das Gedicht "Anwendbar" von Friedrich Theodor Vischer handelt von einem Charakter, der als weich verpackt, fein befrackt, aber nicht sehr intakt beschrieben wird. Der Autor hat einen Vers im Vorrat gemacht, ohne ein konkretes Objekt im Sinn zu haben, und dachte, dass er ihn irgendwann verwenden könne. Der Vers soll in verschiedenen Situationen anwendbar sein. Das Gedicht ist eine humorvolle und ironische Kritik an der Kunst und Literatur. Der Autor macht sich über die Praxis lustig, Gedichte oder andere Kunstwerke ohne konkreten Zweck oder Ziel zu schaffen. Er deutet an, dass solche Werke oft oberflächlich und substanzlos sind, wie der beschriebene Charakter. Der Autor impliziert, dass solche Werke oft in verschiedenen Kontexten verwendet werden können, aber nicht wirklich tiefgründig oder bedeutungsvoll sind. Das Gedicht ist eine Reflexion über die Natur der Kunst und die Rolle des Künstlers. Es stellt die Frage, ob Kunst einen Zweck haben muss oder ob sie einfach um ihrer selbst willen geschaffen werden kann. Es regt auch zum Nachdenken über die Qualität und den Wert von Kunst an, insbesondere wenn sie ohne klare Absicht oder Richtung geschaffen wird.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Ein weich verpackter, Ein fein befrackter
- Enjambement
- Ein weich verpackter, Ein fein befrackter, Nicht sehr intakter Charakter.
- Metapher
- Ein weich verpackter, Ein fein befrackter, Nicht sehr intakter Charakter
- Personifikation
- Man kann ihn brauchen in allen Gassen
- Reimschema
- ABAB