Anklänge
1788Hoch über stillen Höhen Stand in dem Wald ein Haus; So einsam war′s zu sehen, Dort übern Wald hinaus.
Ein Mädchen saß darinnen Bei stiller Abendzeit, Tät seidne Fäden spinnen Zu ihrem Hochzeitskleid.
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Interpretation
Das Gedicht "Anklänge" von Joseph von Eichendorff beschreibt eine einsame Szene in der Natur, in der ein Haus hoch über den stillen Höhen im Wald steht. Die Einsamkeit des Hauses wird betont, da es so einsam zu sehen ist, dass es über den Wald hinausragt. Diese Beschreibung schafft eine Atmosphäre der Abgeschiedenheit und Ruhe. Im zweiten Teil des Gedichts wird ein Mädchen vorgestellt, das in diesem Haus sitzt. Es ist Abendzeit und das Mädchen ist dabei, seidene Fäden für ihr Hochzeitskleid zu spinnen. Diese Szene vermittelt eine Stimmung der Vorfreude und des Wartens auf ein zukünftiges Ereignis. Das Spinnen des Hochzeitskleids symbolisiert die Vorbereitung auf die bevorstehende Hochzeit und die Hoffnung auf eine glückliche Zukunft. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Mischung aus Einsamkeit und Vorfreude. Die einsame Lage des Hauses und die Ruhe der Abendzeit schaffen eine Atmosphäre der Abgeschiedenheit, während das Mädchen beim Spinnen ihres Hochzeitskleids eine Stimmung der Vorfreude und Hoffnung vermittelt. Das Gedicht lädt den Leser ein, in diese ruhige und nachdenkliche Stimmung einzutauchen und über die Schönheit der Natur und die Vorfreude auf zukünftige Ereignisse nachzudenken.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- So einsam war's zu sehen, Dort übern Wald hinaus
- Personifikation
- Hoch über stillen Höhen stand in dem Wald ein Haus
- Symbolik
- Tät seidne Fäden spinnen Zu ihrem Hochzeitskleid