Anke van Tharaw
1200Anke van Tharaw öß, de my geföllt, Se öß mihn Lewen, mihn Goet on mihn Gölt.
Anke van Tharaw heft wedder eer Hart Op my geröchtet ön Löw′ on ön Schmart.
Anke van Tharaw mihn Rihkdom, min Goet, Du mihne Seele, mihn Fleesch on mihn Bloet.
Quöm′ allet Wedder glihk ön ons tho schlahn, Wy syn gesönnt by een anger tho stahn.
Kranckheit, Verfälgung, Bedröfnös on Pihn, Sal vnsrer Löve Vernöttinge syn.
Recht as een Palmen-Bohm äver söckt stöcht, Je mehr en Hagel on Regen anföcht.
So wardt de Löw′ ön onß mächtich on groht, Dörch Kryhtz, dörch Lyden, dörch allerley Noht.
Wördest du glihk een mahl van my getrennt, Leedest dar, wor öm dee Sönne kuhmt kennt;
Eck wöll dy fälgen dörch Wölder, dörch Mär, Dörch Yhß, dörch Ihsen, dörch fihndlöcket Hähr.
Anke van Tharaw, mihn Licht, mihn Sönn, Mihn Leven schluht öck ön dihnet henönn.
Wat öck geböde, wart van dy gedahn, Wat öck verböde, dat lätstu my stahn.
Wat heft de Löve däch ver een Bestand, Wor nich een Hart öß, een Mund, eene Hand?
Wor öm söck hartaget, kabbelt on schleyht, On glihk den Hungen on Katten begeyht.
Anke van Tharaw dat war wy nich dohn, Du böst mihn Dühfken my Schahpken mihn Hohn.
Wat öck begehre, begehrest du ohck, Eck laht den Rack dy, du lätst my de Brohk.
Dit öß dat, Anke, du söteste Ruh′ Een Lihf on Seele wart vht öck on Du.
Dit mahckt dat Lewen tom Hämmlischen Rihk, Dörch Zancken wart et der Hellen gelihk.
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Interpretation
Das Gedicht "Anke van Tharaw" von Simon Dach ist ein Liebesgedicht, das die tiefe Zuneigung des lyrischen Ichs zu Anke van Tharaw zum Ausdruck bringt. Das Gedicht ist in einer regionalen Sprache verfasst, die an das Plattdeutsche erinnert, und verwendet eine einfache, aber eindringliche Sprache, um die Gefühle des lyrischen Ichs zu vermitteln. Das Gedicht beginnt mit einer Liebeserklärung, in der das lyrische Ich seine Liebe zu Anke van Tharaw bekundet und sie als sein Leben, sein Gut und sein Geld bezeichnet. Die zweite Strophe beschreibt, wie Anke van Tharaw das Herz des lyrischen Ichs erobert hat und wie sie zusammenhalten, egal was passiert. Die dritte Strophe betont die Einheit von Körper und Seele zwischen den beiden Liebenden. Die vierte Strophe besagt, dass die Liebenden zusammenstehen werden, egal welche Schwierigkeiten auf sie zukommen. Die fünfte Strophe vergleicht ihre Liebe mit einem Palmenbaum, der durch Hagel und Regen noch stärker wird. Die sechste Strophe besagt, dass ihre Liebe durch Krankheit, Verfall, Bedrängnis und Pein noch stärker wird. Die siebte Strophe beschreibt, wie die Liebe des lyrischen Ichs zu Anke van Tharaw durch Leid und Not noch mächtiger und größer wird. Die achte Strophe besagt, dass das lyrische Ich ohne Anke van Tharaw nicht leben kann und ihr überallhin folgen würde. Die neunte Strophe betont die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden Liebenden und wie sehr sie einander brauchen. Die zehnte Strophe beschreibt, wie das lyrische Ich und Anke van Tharaw zusammenhalten und einander unterstützen. Die elfte Strophe besagt, dass das lyrische Ich und Anke van Tharaw nicht streiten oder sich bekämpfen, sondern einander lieben und unterstützen. Die zwölfte Strophe beschreibt, wie das lyrische Ich und Anke van Tharaw einander ihre Wünsche erfüllen und einander unterstützen. Die dreizehnte Strophe besagt, dass Anke van Tharaw das lyrisches Ich glücklich macht und ihm Ruhe gibt. Die vierzehnte Strophe beschreibt, wie ihre Liebe das Leben des lyrischen Ichs zu einem himmlischen Reich macht und durch die Sonne noch heller wird. Das Gedicht endet mit einer Betonung der tiefen Liebe und Verbundenheit zwischen dem lyrischen Ich und Anke van Tharaw.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Anke van Tharaw öß, de my gefällt
- Hyperbel
- Anke van Tharaw mihn Licht, mihn Sönn
- Kontrast
- Wat öck geböde, wart van dy gedahn, Wat öck verböde, dat lätstu my stahn
- Metapher
- Anke van Tharaw mihn Rihkdom, min Goet
- Parallelismus
- Dörch Wölder, dörch Mär, dörch Yhß, dörch Ihsen
- Personifikation
- Anke van Tharaw heft wedder eer Hart
- Rhetorische Frage
- Wat heft de Löve däch ver een Bestand
- Symbolik
- Dit öß dat, Anke, du söteste Ruh′
- Vergleich
- Recht as een Palmen-Bohm äver söckt stöcht
- Wiederholung
- Anke van Tharaw