Angststurm
1900Grausen Ich und Ich und Ich und Ich Grausen Brausen Rauschen Grausen Träumen Splittern Branden Blenden Sterneblenden Brausen Grausen Rauschen Grausen Ich.
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Interpretation
Das Gedicht "Angststurm" von August Stramm ist ein expressionistisches Werk, das die innere Zerrissenheit und die überwältigende Angst des lyrischen Ichs zum Ausdruck bringt. Durch die Wiederholung des Wortes "Ich" wird die Isolation und die Selbstbezogenheit des Sprechers betont. Die fragmentarische und assoziative Sprache vermittelt ein Gefühl von Desorientierung und Verlust der Kontrolle. Die Wiederholungen von Wörtern wie "Grausen", "Brausen" und "Rauschen" erzeugen einen rhythmischen Klang, der die Intensität der emotionalen Verwirrung verstärkt. Diese Klangeffekte spiegeln die chaotischen Gedanken und Gefühle wider, die das lyrische Ich erlebt. Die Verwendung von Verben wie "Träumen", "Splittern", "Branden" und "Blenden" deutet auf eine Vielzahl von Sinneseindrücken hin, die über das Bewusstsein hereinbrechen. Die Abfolge der Wörter erzeugt eine Dynamik, die an einen Sturm erinnert und somit die Metapher des "Angststurms" verdeutlicht. Die letzte Zeile "Ich" isoliert das Wort erneut und lässt das lyrische Ich allein zurück, umgeben von der überwältigenden Angst. Das Gedicht vermittelt somit eine tiefe existenzielle Verzweiflung und die Unfähigkeit, der inneren Zerrissenheit zu entkommen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Splittern, Branden, Blenden
- Anapher
- Ich und Ich und Ich und Ich
- Enjambement
- Grausen Ich und Ich und Ich und Ich
- Onomatopoesie
- Brausen, Rauschen, Grausen
- Trennung eines Wortes
- Sterneblenden
- Wortwiederholung
- Grausen, Brausen, Rauschen, Blenden