Angelique
1797Fürchte nichts, geliebte Seele, übersicher bist du hier; fürchte nicht, dass man uns stehle, ich verriegle schon die Tür.
Wie der Wind auch wütend wehe, er gefährdet nicht das Haus; dass auch nicht ein Brand entstehe, lösch ich unsere Lampe aus.
Auch, erlaube, dass ich winde meinen Arm um deinen Hals; man erkältet sich geschwinde in Ermanglung eines Schals.
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Interpretation
Das Gedicht "Angelique" von Heinrich Heine ist ein romantisches und schützendes Gedicht, das die tiefe Zuneigung und Fürsorge des Sprechers für seine geliebte Person zum Ausdruck bringt. Der Sprecher versucht, seine Geliebte zu beruhigen und ihr ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln. In den ersten beiden Strophen betont der Sprecher die Sicherheit, die er seiner Geliebten bieten möchte. Er versichert ihr, dass sie sich keine Sorgen machen muss, da er die Tür abschließen wird, um sie vor Dieben zu schützen. Der Sprecher vergleicht die Sicherheit mit einem Haus, das selbst bei starkem Wind nicht gefährdet ist. Um jegliche Brandgefahr auszuschließen, löscht er die Lampe aus. In der letzten Strophe wird die körperliche Nähe und Zärtlichkeit des Sprechers deutlich. Er bittet um Erlaubnis, seinen Arm um den Hals seiner Geliebten zu legen, um sie vor Erkältung zu schützen. Der Sprecher zeigt damit nicht nur seine Sorge um ihr Wohlergehen, sondern auch seine Sehnsucht nach Nähe und Intimität. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Atmosphäre der Geborgenheit und des Schutzes. Der Sprecher möchte seiner Geliebten ein Gefühl von Sicherheit geben und ihr zeigen, dass er für sie da ist. Die Verwendung von Metaphern und die liebevolle Sprache tragen zur romantischen Stimmung des Gedichts bei.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- in Ermanglung eines Schals
- Anapher
- Fürchte nichts, geliebte Seele, übersicher bist du hier; fürchte nicht, dass man uns stehle, ich verriegle schon die Tür.
- Hyperbel
- Ich verriegle schon die Tür.
- Metapher
- winde meinen Arm um deinen Hals
- Personifikation
- Wie der Wind auch wütend wehe, er gefährdet nicht das Haus;