Angedenken
1832Angedenken an das Gute hält uns immer frisch bei Mute.
Angedenken an das Schöne ist das Heil der Erdensöhne.
Angedenken an das Liebe, Glücklich! Wenn′s lebendig bliebe.
Angedenken an das eine bleibt das Beste, was ich meine.
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Interpretation
Das Gedicht "Angedenken" von Johann Wolfgang von Goethe handelt von der Bedeutung positiver Erinnerungen für das menschliche Wohlbefinden und Glück. Es betont die erhebende und heilende Wirkung des Erinnerns an Gutes, Schönes und Liebgewonnenes. In den ersten beiden Strophen wird die Kraft des Erinnerns an positive Erlebnisse und Eindrücke hervorgehoben. Das "Angedenken an das Gute" hält den Menschen "frisch bei Mute", also optimistisch und gut gelaunt. Das Erinnern an Schönes wird sogar als "Heil der Erdensöhne" bezeichnet, als eine Art Heilmittel für die Menschheit. Die dritte Strophe erweitert dies um das "Angedenken an das Liebe". Hierbei wird die Wichtigkeit betont, dass diese liebevollen Erinnerungen "lebendig bleiben", also im Hier und Jetzt präsent und aktiv sind. Nur so können sie dauerhaftes Glück bringen. In der letzten Strophe wird das "Angedenken an das eine" als das "Beste" bezeichnet, was der lyrischen Ich-Stimme einfällt. Damit wird die höchste Stufe des Erinnerns angerissen, ohne dass konkretisiert wird, was dieses "eine" ist. Es bleibt dem Leser überlassen, sich sein persönliches "Bestes" zu vergegenwärtigen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Angedenken an das Gute
- Hyperbel
- bleibt das Beste, was ich meine
- Metapher
- Heil der Erdensöhne
- Parallelismus
- Angedenken an das Gute / Angedenken an das Schöne / Angedenken an das Liebe / Angedenken an das eine
- Personifikation
- Angedenken an das Liebe, Glücklich! Wenn's lebendig bliebe