Anekdote (2)
1761Ein Kronprinz fragte jüngst im Hamlet voll Begier: »Herr Gouverneur! Gefällt es mir?«
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Interpretation
Das Gedicht "Anekdote (2)" von Friedrich Haug ist eine kurze, prägnante Anekdote, die sich auf eine Szene aus Shakespeares "Hamlet" bezieht. Der Kronprinz, der als Hamlet bekannt ist, stellt dem Gouverneur eine Frage, die auf den ersten Blick einfach erscheint, aber eine tiefere Bedeutung hat. Die Frage "Gefällt es mir?" lässt darauf schließen, dass der Prinz seine Umgebung oder eine bestimmte Situation bewertet. Die Interpretation des Gedichts könnte darauf hindeuten, dass der Kronprinz, ähnlich wie Hamlet in Shakespeares Stück, in einer inneren Zerrissenheit steckt und nach Bestätigung oder Orientierung sucht. Die Frage an den Gouverneur könnte als Ausdruck seiner Unsicherheit und seines Bedürfnisses nach Bestätigung verstanden werden. Es ist möglich, dass der Prinz sich in einer Situation befindet, in der er sich nicht sicher ist, ob er die richtigen Entscheidungen trifft oder ob er auf dem richtigen Weg ist. Die Anekdote könnte auch als Kommentar auf die Rolle von Autoritäten und Beratern im Leben eines Herrschers gesehen werden. Der Gouverneur, als eine Figur der Autorität, wird hier zur Zielscheibe der Unsicherheit des Prinzen. Die Frage "Gefällt es mir?" könnte als eine Art rhetorische Frage verstanden werden, die die Abhängigkeit des Prinzen von der Meinung anderer unterstreicht. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Atmosphäre der Unsicherheit und der Suche nach Bestätigung, die für die Figur des Hamlet typisch ist.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anspielung
- Hamlet
- Rhetorische Frage
- »Herr Gouverneur! Gefällt es mir?«