An Zimmern [2]

Friedrich Hölderlin

1843

Von einem Menschen sag ich, wenn der ist gut Und weise, was bedarf er? Ist irgend eins, Das einer Seele gnüget? ist ein Halm, ist Eine gereifteste Reb′ auf Erden

Gewachsen, die ihn nähre? Der Sinn ist des Also. Ein Freund ist oft die Geliebte, viel Die Kunst. O Teurer, dir sag ich die Wahrheit. Dädalus Geist und des Walds ist deiner.

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Interpretation

Das Gedicht "An Zimmern [2]" von Friedrich Hölderlin ist ein Loblied auf die menschliche Seele und ihre Bedürfnisse. Es fragt nach dem, was ein guter und weiser Mensch wirklich braucht und findet Antworten in der Freundschaft, der Liebe und der Kunst. Der Dichter betont die Bedeutung dieser Dinge für das menschliche Glück und die Erfüllung der Seele. Im zweiten Teil des Gedichts wendet sich Hölderlin direkt an eine Person namens "Teurer" und offenbart ihm die Wahrheit über die menschlichen Bedürfnisse. Er vergleicht den Geist des "Teurer" mit dem des Dädalus, des legendären Erfinders und Baumeisters, und dem Geist des Waldes. Dies deutet auf eine Verbindung zwischen dem Menschen und der Natur sowie der Kreativität hin. Das Gedicht endet mit der Feststellung, dass die Seele des Menschen durch die Freundschaft, die Liebe und die Kunst genährt wird. Es ist ein Appell an den "Teurer", diese Dinge zu schätzen und zu pflegen, um ein erfülltes Leben zu führen. Das Gedicht vermittelt eine tiefe Wertschätzung für die menschliche Seele und ihre Bedürfnisse sowie die Bedeutung von Freundschaft, Liebe und Kunst für das menschliche Glück.

Schlüsselwörter

sag menschen gut weise bedarf irgend eins seele

Wortwolke

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Stilmittel

Anspielung
Dädalus Geist und des Walds ist deiner
Frage
Und weise, was bedarf er?
Metapher
ist ein Halm, ist Eine gereifteste Reb' auf Erden
Personifikation
Die ihn nähre?
Rhetorische Frage
Ist irgend eins, Das einer Seele gnüget?