An Steiger
unknownDu Mann der Freiheit, Mann der Treu, Es grüßt dich mein Gesang, Er grüßt dich laut und ohne Scheu — Der Treue wird nicht bang.
Die Liebe, die dich heiß gedrängt Zur Fluch gewordnen That, Hat wohl die Fessel nicht gesprengt, Gestreut doch Mutes Saat.
Und ob man dich zum Tod verdammt, Dich aus dem Land verweist, - Die Treuen rufen allesammt: Es bleibt bei uns dein Geist!
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Interpretation
Das Gedicht "An Steiger" von Hermann Rollett ist ein Lobgesang auf die Freiheit und Treue. Der Sprecher richtet sich direkt an einen Mann, der für seine Überzeugungen einstand und dafür möglicherweise bestraft wurde. Der Gesang ist laut und ohne Scheu, denn die Treuen werden nicht bang. Die Liebe, die den Mann zu seiner Tat getrieben hat, hat zwar die Fesseln nicht gesprengt, aber die Saat des Mutes gestreut. Das bedeutet, dass die Tat des Mannes zwar nicht zu einer unmittelbaren Befreiung geführt hat, aber doch einen Samen des Widerstands und der Hoffnung gesät hat. Obwohl der Mann zum Tod verurteilt oder aus dem Land verbannt wurde, bleiben seine Ideen und sein Geist bei den Treuen. Sie rufen alle gemeinsam, dass sein Geist bei ihnen bleibt. Das Gedicht ist ein Zeugnis der Solidarität und des unerschütterlichen Glaubens an die Sache des Mannes.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Du Mann der Freiheit, Mann der Treu
- Hyperbel
- Es grüßt dich laut und ohne Scheu
- Kontrast
- Und ob man dich zum Tod verdammt, Dich aus dem Land verweist
- Metapher
- Es bleibt bei uns dein Geist
- Personifikation
- Die Liebe, die dich heiß gedrängt