An Reptill
1726Rebuff verfolget mich; ihn darfst du nicht erbittern: Und Arbas; doch auch er ist dir ein Matador: Selbst Struma; »Struma selbst?« Du widersprichst nicht Rittern, Und wie schwingt Struma sich aus Staub und Nacht empor! Urgande will sich mehr, als alle die, erkühnen: Du bist ein Wittwenfreund, und sie ist reich, Reptill. Mein Gönner, lebe wohl! Nicht Sklaven mag ich dienen: Frei muß der Stolze sein, der mir gebieten will.
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Interpretation
Das Gedicht "An Reptill" von Friedrich von Hagedorn thematisiert die komplexen Beziehungen und Rivalitäten zwischen verschiedenen Personen. Der Sprecher warnt Reptill vor den Gefahren, die von Rebuff, Arbas und Struma ausgehen. Diese Figuren werden als mächtige und potenziell gefährliche Gegner dargestellt, die Reptill nicht verärgern sollte. Der Sprecher erwähnt auch Urgande, die sich mehr als die anderen traut und als Witwe reich ist. Dies deutet darauf hin, dass Urgande eine starke und unabhängige Frau ist, die Reptill möglicherweise als Verbündete oder Geliebte anzieht. Der Sprecher selbst hingegen distanziert sich von der Situation und erklärt, dass er keine Sklaven mag und frei sein möchte. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Atmosphäre von Rivalität, Machtspielen und der Suche nach Freiheit und Unabhängigkeit. Der Sprecher positioniert sich als Außenseiter, der sich nicht den Zwängen und Erwartungen anderer beugen will, sondern seinen eigenen Weg gehen möchte.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Und Arbas; doch auch er ist dir ein Matador: Selbst Struma; »Struma selbst?«
- Antithese
- Frei muß der Stolze sein, der mir gebieten will
- Hyperbel
- sich mehr, als alle die, erkühnen
- Metapher
- wie schwingt Struma sich aus Staub und Nacht empor
- Personifikation
- Struma selbst
- Rhetorische Frage
- »Struma selbst?«