An meine Frau
1813Wieder anders die Blumen gesetzt und die Nipse geordnet, Anders die Bilder gehängt, anders die Spiegel gestellt! Teuerstes Weib, du bist so treu und beständig im großen, Daß du das starke Geschlecht fast, wie das schwache, beschämst. Mußt du es büßen, indem du noch häufiger wechselst im kleinen, Als es Kleopatra tat, da sie Antonius fing?
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Interpretation
Das Gedicht "An meine Frau" von Friedrich Hebbel ist ein Loblied auf die Treue und Beständigkeit der Ehefrau des Dichters. Es beschreibt, wie die Frau, nachdem der Dichter das Haus verlassen hat, die Blumen, die Nipse, die Bilder und die Spiegel neu anordnet. Dieses Verhalten wird als Zeichen ihrer Treue und Beständigkeit im Großen interpretiert, da sie das Haus und den Haushalt in Abwesenheit des Dichters pflegt und ordnet. Die Ehefrau wird als so treu und beständig beschrieben, dass sie das starke Geschlecht fast beschämt, was darauf hindeutet, dass sie eine außergewöhnliche Stärke und Zuverlässigkeit besitzt. Dies wird als Kompliment für ihre Fähigkeit gesehen, sowohl im Großen als auch im Kleinen standhaft zu bleiben. Allerdings wird auch darauf hingewiesen, dass die Frau im Kleinen häufiger wechselt als Kleopatra, als sie Antonius gefangen nahm. Dies könnte als eine Art von Ironie oder als Anerkennung ihrer Flexibilität und Anpassungsfähigkeit interpretiert werden, die es ihr ermöglicht, das Haus und den Haushalt in Abwesenheit des Dichters zu pflegen und zu ordnen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Allusion
- Mußt du es büßen, indem du noch häufiger wechselst im kleinen, Als es Kleopatra tat, da sie Antonius fing?
- Hyperbel
- Daß du das starke Geschlecht fast, wie das schwache, beschämst.
- Kontrast
- Wieder anders die Blumen gesetzt und die Nipse geordnet, Anders die Bilder gehängt, anders die Spiegel gestellt!
- Metapher
- Teuerstes Weib, du bist so treu und beständig im großen, Daß du das starke Geschlecht fast, wie das schwache, beschämst.