An Gott

Peter Hille

1854

Deine Himmel sind mir viel zu süß: Gib mir, mit freier Brust zu ragen, Mit dir die Welten zu ertragen, Wo du bist!

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Illustration zu An Gott

Interpretation

Das Gedicht "An Gott" von Peter Hille ist ein leidenschaftliches Plädoyer für eine tiefere, existenzielle Verbundenheit mit dem Göttlichen. Der Sprecher wendet sich direkt an Gott und drückt seine Sehnsucht nach einer intensiveren Beziehung aus. Die Himmel, die als "viel zu süß" bezeichnet werden, symbolisieren eine oberflächliche oder zu einfache Vorstellung von Gott und dem Göttlichen. Der Sprecher sehnt sich nach einer tieferen, komplexeren Verbindung, die über die konventionellen religiösen Vorstellungen hinausgeht. Die Bitte, "mit freier Brust zu ragen", deutet auf den Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit in der Beziehung zu Gott hin. Der Sprecher möchte nicht in einer passiven oder unterwürfigen Rolle verharren, sondern sich aktiv und frei mit dem Göttlichen auseinandersetzen. Die Aufforderung, "mit dir die Welten zu ertragen", unterstreicht den Wunsch nach einer gemeinsamen Bewältigung der Herausforderungen und Schwierigkeiten des Lebens. Der Sprecher sucht eine Partnerschaft mit Gott, in der beide Seiten gemeinsam die Höhen und Tiefen des Daseins durchstehen. Die letzte Zeile, "Wo du bist!", ist ein Ausdruck der Sehnsucht nach der Anwesenheit Gottes in allen Lebensbereichen. Der Sprecher möchte nicht nur in bestimmten heiligen oder spirituellen Momenten eine Verbindung zu Gott spüren, sondern in allen Welten und Situationen. Dieses Gedicht ist somit ein Aufruf zu einer tieferen, umfassenderen und aktiveren Beziehung zum Göttlichen, die über traditionelle religiöse Vorstellungen hinausgeht und eine Partnerschaft auf Augenhöhe anstrebt.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Deine Himmel sind mir viel zu süß: Gib mir, mit freier Brust zu ragen, Mit dir die Welten zu ertragen, Wo du bist!
Bildlichkeit
Deine Himmel sind mir viel zu süß