An Gastein
1843Wär′ dir sonst nichts zu Theil geworden, Als deine Schönheit nur allein, Genug war′s um aus Süd und Norden Hieher zu zieh′n der Wand′rer Reih′n.
Und wär′ dir keine andre Gabe Als deine Heilkraft zugesellt, Du blieb′st, der Kranken Hort und Labe, Ein köstlich Kleinod doch der Welt!
Doch wie erst nun, da, hold vermählet, Sich Eines zu dem Andern schickt: Zur Heilkraft, die den Körper stählet, Die Schönheit, die den Geist erquickt.
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Interpretation
Das Gedicht "An Gastein" von Betty Paoli beschreibt die Anziehungskraft des Kurortes Gastein, der durch seine natürliche Schönheit und heilende Kräfte besticht. Die Autorin betont, dass selbst wenn Gastein nur für seine ästhetische Pracht bekannt wäre, es immer noch ausreichen würde, um Wanderer aus allen Himmelsrichtungen anzuziehen. Die Schönheit allein wäre ein ausreichender Grund für einen Besuch. Darüber hinaus hebt Paoli die heilende Kraft Gasteins hervor, die den Kranken als Zufluchtsort und Trost dient. Selbst wenn der Ort nur für seine medizinischen Eigenschaften berühmt wäre, würde er als kostbares Kleinod der Welt gelten. Die Kombination aus Schönheit und Heilung macht Gastein zu einem einzigartigen und wertvollen Ort. Im letzten Teil des Gedichts preist Paoli die harmonische Verbindung von körperlicher Heilung und geistiger Erfrischung, die Gastein bietet. Die Heilkraft, die den Körper stärkt, und die Schönheit, die den Geist belebt, sind ideal aufeinander abgestimmt. Diese perfekte Symbiose macht Gastein zu einem unvergleichlichen Ort, der sowohl den Körper als auch die Seele nährt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Genug war's um aus Süd und Norden Hieher zu zieh'n der Wand'rer Reih'n
- Kontrast
- Zur Heilkraft, die den Körper stählet, Die Schönheit, die den Geist erquickt
- Metapher
- Und wär' dir keine andre Gabe Als deine Heilkraft zugesellt, Du bliebst, der Kranken Hort und Labe
- Personifikation
- Wär' dir sonst nichts zu Theil geworden, Als deine Schönheit nur allein