An F -
1922Geliebte! mitten in der Qual, Die meinen Erdenpfad umdrängt (Ach, trüber Pfad, den nicht einmal Einsam erhellt einer Rose Strahl), Meine Seel′ an einem Troste hängt: An Traum von dir - der allemal Mir Frieden bringt aus Edens Tal.
So ist das Deingedenken mir Wie fern verwunschnes Inselland Inmitten aufgewühlter Gier Des Ozeans: ein Meer-Revier In Sturm - indes doch unverwandt Ein heitrer Himmel blauste Zier Grad über jenes Eiland spannt.
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Interpretation
Das Gedicht "An F -" von Edgar Allan Poe beschreibt die tiefe Verbundenheit des lyrischen Ichs mit seiner Geliebten, die ihm inmitten der Qual und Dunkelheit seines Lebens einen einzigen Trost spendet. Die Erinnerung an sie ist wie ein Traum aus dem Paradies, der ihm Frieden und Hoffnung schenkt. Das lyrische Ich vergleicht die Erinnerung an seine Geliebte mit einer fernen, verzauberten Insel inmitten des aufgewühlten Ozeans der Begierde. Obwohl das Meer in stürmischer Bewegung ist, spannt sich über dieser Insel ein heiteres, blaues Himmelsgewölbe. Dies symbolisiert die Beständigkeit und Ruhe, die die Liebe auch inmitten des Chaos des Lebens bieten kann. Die Sprache des Gedichts ist sehr bildhaft und metaphorisch. Die Qual und Dunkelheit des Lebens werden mit einem trüben Pfad verglichen, der nicht einmal von einem Strahl der Rose erhellt wird. Die Geliebte hingegen ist wie ein Lichtblick, ein Traum aus dem Paradies, der dem lyrischen Ich Trost und Frieden spendet. Die Metapher der Insel inmitten des Ozeans verdeutlicht die Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit dieser Liebe.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Inmitten aufgewühlter Gier Des Ozeans: ein Meer-Revier In Sturm
- Gegenüberstellung
- In Sturm - indes doch unverwandt Ein heitrer Himmel blauste Zier
- Metapher
- So ist das Deingedenken mir Wie fern verwunschnes Inselland
- Personifikation
- Einsam erhellt einer Rose Strahl
- Vergleich
- So ist das Deingedenken mir Wie fern verwunschnes Inselland