An Elka
1905Elka, länger kann ich mich nicht halten, Meine Sinne toben allzu wild; Und in allen weiblichen Gestalten Seh ich schon dein Götterbild!
Auch im Traum bist du mir schon erschienen, Dich entkleidend; oh wie ward mir da! Schwindlig ward mir hinter den Gardinen, Als ich deinen Busen sah.
Meine beiden Knie wurden brüchig, Von der Stirne triefte mir das Fett. Als das Hemd du abgetan, da schlich ich Wonneschauernd an dein Bett.
Mach, daß dieser Traum sich bald erfülle; Mach, erhabne Königin, Daß bei dir ich vor Behagen brülle, Nicht vor Wut, weil ich dir ferne bin.
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Interpretation
Das Gedicht "An Elka" von Frank Wedekind ist ein leidenschaftliches und sinnliches Loblied auf eine Frau namens Elka. Der Sprecher drückt seine überwältigende Sehnsucht und Begierde nach ihr aus, die ihn fast wahnsinnig macht. Er sieht ihr göttliches Bild in jeder weiblichen Gestalt und kann sich nicht länger zurückhalten. Seine Sinne toben wild vor Verlangen nach Elka. In seinen Träumen erscheint Elka ihm bereits und entkleidet sich vor seinen Augen. Der Anblick ihres entblößten Busens hinter den Gardinen macht ihn schwindelig vor Erregung. Seine Knie werden brüchig und Schweiß tropft von seiner Stirn, als sie ihr Hemd auszieht. Er schlich wonneschauernd an ihr Bett heran, überwältigt von der Intensität seiner Gefühle. Das Gedicht endet mit einem leidenschaftlichen Appell an Elka, diesen Traum so schnell wie möglich wahr werden zu lassen. Der Sprecher bittet sie inständig, seine erhabene Königin, dass er vor Behagen brüllen kann, wenn er bei ihr ist, anstatt vor Wut, weil er so weit von ihr entfernt ist. Das Gedicht vermittelt die überwältigende Macht der körperlichen Anziehung und die Verzweiflung des Sprechers, endlich mit seiner Angebeteten vereint zu sein.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Schwindlig ward mir hinter den Gardinen
- Bildsprache
- Als ich deinen Busen sah
- Hyperbel
- Daß bei dir ich vor Behagen brülle
- Metapher
- Götterbild
- Personifikation
- Meine Sinne toben