An einen Verfasser weitläuftiger Grabschriften
1708Der Gräber Ueberschrift ist sehr dein Werk gewesen; Doch jedes Mal zu lang, und dies ist nicht erlaubt: Die eine Hälfte, Freund, wird nimmermehr geglaubt, Die andre nimmermehr gelesen.
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Interpretation
Das Gedicht "An einen Verfasser weitläufiger Grabschriften" von Friedrich von Hagedorn kritisiert die übermäßige Länge und den Mangel an Wirkung von langen Grabinschriften. Es wird darauf hingewiesen, dass solche Inschriften oft zu umfangreich sind und somit ihre Wirkung verfehlen. Die Überschrift der Gräber wird als Werk des Verfassers beschrieben, jedoch wird betont, dass sie jedes Mal zu lang ist und somit nicht erlaubt ist. Die Interpretation des Gedichts legt nahe, dass die eine Hälfte der Inschrift niemals geglaubt wird, während die andere Hälfte niemals gelesen wird. Dies verdeutlicht die Ineffektivität solcher langen Inschriften, da sie entweder als unglaubwürdig angesehen oder einfach nicht gelesen werden. Das Gedicht verdeutlicht somit die Notwendigkeit von prägnanten und aussagekräftigen Grabinschriften, die den Leser nicht überfordern und ihre Botschaft effektiv vermitteln.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Nimmermehr geglaubt, Nimmermehr gelesen
- Ironie
- Der Gräber Ueberschrift ist sehr dein Werk gewesen
- Kontrast
- Die eine Hälfte wird nicht geglaubt, Die andre nicht gelesen
- Tadel
- Doch jedes Mal zu lang, und dies ist nicht erlaubt