An einen Hypochonder
1905Du runzelst die Stirne, Du wetterst und schreist, Dieweil mit der Birne Den Wurm du verspeist.
Was folgst du empfindlich Der grausigen Spur? Erfreu dich doch kindlich Der reichen Natur.
Je herber dein Liebchen, Um so süßer sein Kuß, Und je kleiner sein Stübchen Desto größer dein Genuß.
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Interpretation
Das Gedicht "An einen Hypochonder" von Frank Wedekind ist eine satirische Auseinandersetzung mit der menschlichen Tendenz zur Selbstüberschätzung und der Unfähigkeit, das Leben zu genießen. Der Hypochonder wird als eine Person dargestellt, die sich übermäßig Sorgen um ihre Gesundheit macht und dabei die Schönheit und den Reichtum der Natur verpasst. In den ersten beiden Strophen wird der Hypochonder als jemand beschrieben, der sich übermäßig Sorgen macht und dabei die einfachen Freuden des Lebens verpasst. Er wird als jemand dargestellt, der sich übermäßig Sorgen um seine Gesundheit macht und dabei die Schönheit und den Reichtum der Natur verpasst. Die Metapher des "Wurms" in der Birne symbolisiert die inneren Dämonen, die den Hypochonder quälen und ihn davon abhalten, das Leben zu genießen. In den letzten beiden Strophen wird eine kontrastierende Perspektive eingenommen. Der Sprecher fordert den Hypochonder auf, sich wie ein Kind zu freuen und die Fülle der Natur zu genießen. Die Metapher des "liebchen" und des "Stübchens" symbolisiert die einfachen Freuden des Lebens, die der Hypochonder verpasst. Der Sprecher argumentiert, dass je schwieriger oder herausfordernder das Leben ist, desto süßer und befriedigender können die einfachen Freuden sein.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Ironie
- Erfreu dich doch kindlich Der reichen Natur
- Kontrast
- Je herber dein Liebchen, Um so süßer sein Kuß, Und je kleiner sein Stübchen Desto größer dein Genuß
- Metapher
- Dieweil mit der Birne Den Wurm du verspeist