An einen Freund
1605Weil du mich, Freund, beschenckst mit dir, So danck ich billich dir mit mir. Nimm hin deßwegen mich für dich; Ich sei dir du; sey du mir ich.
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Interpretation
Das Gedicht "An einen Freund" von Friedrich Freiherr von Logau ist ein Loblied auf die Freundschaft und ihre gegenseitige Verbundenheit. Der Autor betont, dass er seinem Freund dankbar ist, weil dieser sich ihm selbst schenkt. Diese Geste wird als kostbares Geschenk wahrgenommen, das eine tiefe Verbundenheit zwischen den beiden Freunden schafft. In den folgenden Zeilen wird die Gleichheit und das Einverständnis in der Freundschaft deutlich. Der Autor erklärt, dass er sich im Gegenzug für das Geschenk des Freundes selbst anbietet. Dies zeigt eine Art von Selbstlosigkeit und den Wunsch, dem Freund genauso viel zu geben wie dieser ihm. Die Verwendung der persönlichen Pronomen "du" und "ich" unterstreicht die Intimität und das gegenseitige Vertrauen in der Freundschaft. Das Gedicht endet mit einem Aufruf zur Reziprozität und zum Austausch der Rollen. Der Autor bittet den Freund, ihn als Teil von sich selbst anzunehmen, und bietet an, die Rollen zu tauschen. Dies symbolisiert die Idee, dass wahre Freunde einander so nah stehen, dass sie einander in gewisser Weise werden können. Die Freundschaft wird als eine tiefe Verbindung dargestellt, in der die Grenzen zwischen den Individuen verschwimmen und eine Einheit entsteht.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Antithese
- Weil du mich, Freund, beschenckst mit dir, So danck ich billich dir mit mir.
- Chiasmus
- Ich sei dir du; sey du mir ich.
- Parallelismus
- Weil du mich, Freund, beschenckst mit dir, So danck ich billich dir mit mir.
- Reimschema
- AABB
- Wortwiederholung
- dir